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Neoliberalismus: Ein sozialdarwinistisches Paradoxon

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Redwing

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Es wird Zeit für den zweiten Flaggtext, der sich ganz dem scheitenden System und insbesondere der neoliberalen sektiererischen Maximalpervertierung widmet.

So, Leute, hier möchte ich einmal auf die Verbrechen des (Neo)liberalismus bzw. Wirtschaftsliberalismus und die Gefahr, die von dieser verkorksten Ideologie ausgeht, hinweisen, jedoch ebenfalls darauf, daß sie quasi systemimmanent ist.

Welche Doktrin spricht sich mehr für ein menschenverachtendes, sozialdarwinistisches Gesetz des Dschungels aus als der Neo-/Wirtschaftsliberalismus? "Der Stärkste setzt sich durch", lautet ihre Devise. Wenn weder Staat noch sonstwelche Institutionen die Arbeitnehmer und schwächere Konkurrenten unterstützen, so sind diese dem Diktat und der Macht der Großunternehmen völlig ausgeliefert. Zudem plädieren die Neoliberalisten zunehmend selbstgerecht dafür, die ganzen Verlierer dieses Wettbewerbswahns einfach eiskalt sich selbst zu überlassen. Erst fordern diese Roboter also ein System, das zwangsläufig viele Verlierer und wenige Gewinner hervorbringt, und dann wollen sie Erstere auch noch eiskalt über die Klinge springen lassen. Weil, „jeder ist ja seines Glückes Schmied“, und es hängt ja „überhaupt nicht von den gegebenen Rahmenbedingungen und Glücksfaktoren ab“. Nach dem Motto: Laß dich nackt auf dem Mars absetzen und mach was draus; du mußt es nur wollen.

Und damit komme ich auch schon zu meiner These, daß der Kapitalismus und insbesondere die (neo)liberale Extremform indirekt zum Faschismus führen und im Prinzip selbst faschistische und extremistische Elemente beinhalten.
Wir wissen, daß der sterbende Kapitalismus im Endstadium leicht im Faschismus enden kann. Vielleicht ist es heute nicht ganz so ausgeprägt wie in früheren Epochen, doch je härter der Kampf um die letzten Pfründe wird, desto stärker treten auch die Nationen in Konkurrenz. Ein Beispiel seien die protektionistischen Maßnahmen von EU und USA und deren imperialistische Politik (insbesondere bez. USA). Und das kann sich auch noch deutlich verschärfen.
Aber auch größere Teile der Bevölkerungen werden immer nationalistischer aufgrund des fanatischen Konkurrenzkampfes. Arbeitsplätze, Lebensumstände und Wohlstand sind für alle Völker gefährdet, und die Wurzel allen Übels - die reiche, einzig profitierende Minderheit - tut so, als müsse jedes Volk gegen das andere antreten und sich möglichst billig vor der Wirtschaftsmafia prostituieren. Wer darauf hereinfällt, sieht sowohl den inländischen Ausländer als auch den Ausländer im Ausland als unliebsamen Konkurrenten. Wir sehen doch alle die Tendenzen hier. Gerade im konservativen Spektrum, teils aber auch im liberalen, wendet sich die Stimmung immer mehr gegen Ausländer. Der Durchschnittsspießer liebäugelt mit rechts, was die Ausländerpolitik angeht, und Parteien wie die (CD)U möchten diesen Ansprüchen zunehmend gerecht werden.

Nun ja, das als Erklärung, weswegen Liberalismus vielleicht selbst kein Faschismus ist - Wirtschaftsfaschismus möglicherweise, denn alle haben stramm nach den Interessen dieses globalen Kartells zu tanzen -, aber sehr leicht dazu führen kann (der Kapitalismus überhaupt). Die liberale, kapitalistische Form der Globalisierung ist eben etwas Abscheuliches, auf das immer weniger Menschen Lust haben. Und Manche sehen Abhilfe nur in Form des Nationalismus, dabei könnte man auch eine soziale, gemeinschaftliche Form der Globalisierung betreiben (Volksprotektionismus gegen die Wirtschaftsmafia). So mag der Liberalismus selbst kein klassischer Faschismus sein, aber die (teils gerechtfertigten bzw. verständlichen) Abwehrreaktionen dagegen können dazu führen.

Als eine abstrakte Form des Faschismus sehe ich den (Neo)liberalismus dennoch - im Prinzip. Der Wirtschaftsliberalismus - und um etwas anderes geht es der Politik nicht - ist für mich ein sozialdarwinistischer Individualfaschismus. Hier geht es zwar nicht um das Recht und Überleben der stärksten Rasse oder Nation, dafür aber um ein archaisches Gesetz des Dschungels. Es ist das gleiche Prinzip - nur auf Einzelpersonen angewandt. Das stärkste Individuum hat Recht und soll überleben, während alle anderen sehen können, wo sie bleiben. So werden das Handeln und die uneingeschränkte Freiheit Weniger zur Einschränkung, Unfreiheit und Schädigung Vieler. Dieses System ist animalisch und eigentlich unter dem Niveau höherer Intelligenzen mit sozialer Kompetenz, doch gleichzeitig auch unnatürlich, aufgrund der Massenanhäufung von Überfluß bei Wenigen, der gar nicht benötigt wird und Anderen fehlt. Es ist eine soziopathische Entartung, die nur zu Extremgefällen und Instabilität führen kann - und letztlich zum Kollaps des Systems.

Liberalität ist gesellschaftlich sicher gut, doch wirtschaftlich Gift. Arbeit, Wirtschaft und schlichtweg die Absicherung und das Wohlbefinden der Menschen kann nicht von solch egoistischen, profitgeilen Soziopathen übernommen werden, die nur ihren kleinen, egozentrischen BWL-Horizont sehen. Deshalb muß die Wirtschaft verstaatlicht und von einem sozialen Volksstaat geleitet werden. Ansonsten kann die Gesellschaft frei bleiben - freier als jetzt, wo immer mehr eingeschränkt wird, da die paar Nutznießer des Systems die Zeichen der Zeit insgeheim deuten und ihre Felle davonschwimmen sehen.
Es geht (FD)P, Wirtschaft und reicher Minderheit, etc. nicht um jene gesellschaftliche Freiheit, sondern nur um das unbegrenzte Recht und alle Möglichkeiten und Methoden, auszubeuten. Gesellschaftlich werden sie die Freiheit immer weiter zurückfahren - zumindest für alle, die sich keine Freiheit leisten können, denn die ist hier vom Umfang des Geldbeutels abhängig - und einen Überwachungs- und Propagandastaat auf- bzw. ausbauen, da sie ein derart ungerechtes Gefällesystem sonst gar nicht aufrechterhalten könnten (wobei auch diese Methode letztlich nicht ewig funktioniert angesichts unübersehbarer Realitäten).

Doch zurück zu den märchenhaften Wahnvorstellungen der Neoliberalen:

Sie kommen mit völlig utopischen Versprechungen, wie: "Wohlstand für alle" (Westerwelle). Sie gaukeln uns vor, jeder könne ja Chef werden, doch wie soll das gehen? Wenn jeder Chef wäre, wer soll dann die Fabriken und Dienstleistungsunternehmen der Firmen bedienen? Es KANN nicht mehr Chefs als Angestellte geben (nicht einmal die Balance wäre möglich, sondern deutlich weniger) - das wissen die nur zu gut, und trotzdem kommen sie uns mit solch populistischen Parolen. Das Gegenteil tritt sogar zunehmend ein: Es gibt immer weniger Selbstständige und immer mehr abhängige Angestellte. Das beweist jede objektive Statistik - und ebenso das immer größere Gefälle zwischen arm und reich, und zwar national wie international betrachtet.

Adam Smith’ Gequatsche von der "invisible hand", dem "sich selbst regulierenden Marktmechanismus", etc. hat sich mehrfach als falsch erwiesen und auf der ganzen Welt für Armut, Elend, Tod und grenzenlose globale und nationale Gefälle gesorgt. Hier konnte er in der Weimarer Republik sein Scheitern "eindrucksvoll" unter Beweis stellen, und auch jetzt herrscht dieses grausame System im Grunde nahezu in Rein"kultur". Man scheint zwar angesichts nicht mehr wegzuredender, unübersehbarer Schwerstkrisen allmählich einzusehen, daß es weg von der neoliberalextremistischen Diktatur von Markt und Wirtschaft hin zu mehr Staat und Kontrolle gehen muß, aber wenn der Staat - sprich: das System - nicht stimmt und dies nicht konsequent durchgezogen wird, dann verzögert das den Kollaps höchstens geringfügig. Ein kapitalistischer Staat ist viel machtloser und schwächer als ein (neo)sozialistischer - sowohl was Mittel als auch Einfluß angeht. Der Wirtschaft muß einfach das Zepter entrissen werden statt sie zu beknien!
Und diese "Freiheit", von der immer geredet wird, beschränkt sich auf die Schrankenlosigkeit der Geschäftemacher, deren Ausbeutungsversuchen und -praktiken so keine Grenzen gesetzt werden. So wird, wie bereits angedeutet, die Freiheit Weniger zur Einschränkung und regelrechten Versklavung Vieler.
Utopisch auch zu glauben, jeder hätte die gleichen Chancen. Wer kein Kapital hat, wird mit ziemlicher Sicherheit auch kein Unternehmen aus dem Boden stampfen können, und der Kapitalstarke hat immer Vorteile gegenüber dem Kapitalschwächeren und somit den längeren Atem. Kleinere Konkurrenten haben so nahezu keine Chance gegen die Großen. Ein paar Oligopolisten oder gar Monopolisten sind am Ende das Resultat. Der Trend ist längst ersichtlich.

Systempopulisten des Kapitalismus kramen ja immer mal gerne ihr „Vom Tellerwäscher zum Millionär“-Ammenmärchen aus der Mottenkiste. Und dann stellen sich irgendwelche alten Herren und Damen hin und labern uns mit ihren Erfolgsgeschichten voll, dabei völlig vergessend, daß sie es in einer Zeit „geschafft“ haben, in der das System seinem gefällelastigen Endstadium noch viel ferner und alles etwas leichter war. Und so selbstgerecht wie realitätsfern schließen sie dann von sich auf alle anderen und halten uns ihre antiquierten, doppelmoralischen Predigten.
Die meisten „Gewinner“ hatten und haben (gerade in der jüngeren Zeit) doch irgendwelche wichtigen Connections, ein dickes Startkapital oder mächtig Glück, aber es mag ja auch die ach so großen „Wunder“ der Ex-Tellerwäscher geben. Dann werden dann ganz wenige Figuren in epischer Breite zu „Gewinnern“ hochstilisiert - etwas, daß ja ach so jeder schaffen könne, wenn er nur will -, aber übersehen wird dabei, daß auch diese „Gewinner“ nur ganz wenige von vielen sind. Wir sehen nur die Paar und bekommen nur die Paar vorgesetzt, die es geschafft haben, nicht aber all die Unzähligen, die es nicht geschafft haben. Die sehen wir nicht. Und so relativiert sich dieser neoliberale Quatsch dann auch schon wieder. Die ganzen „Verlierer“ bleiben im Verborgenen, denn das paßt den Systempopulisten nicht in ihre verlogene Propagandavorstellung.

Den Vogel schießen die Liberalisten jedoch mit der Aussage ab, der Egoismus und das Streben nach Profit des Einzelnen unterstütze automatisch das Ganze. Also: Je mehr Wenige ihre Mitmenschen abzocken, desto mehr hat jeder nachher in der Tasche? Doch wo ist es nur, wenn der Staat noch nicht einmal großartig besteuern darf? Sollen wir auf Freiwilligkeit und Großzügigkeit der Unternehmer setzen? Aber wie denn, wenn doch angeblich ihr Egoismus der Schlüssel zum Wohlstand ist? …Und was nützt es dem Arbeitnehmer, wenn sein Chef da die Arbeitszeiten in die Höhe treibt und Arbeit auf immer weniger Schultern verlagert, da der Staat ihm ja alles erlaubt? Auch für die (ungefälschte) Arbeitslosenstatistik ist diese Doktrin nicht sehr vorteilhaft.
Auch die Qualität von Dienstleistungen und insbesondere Produkten wird keineswegs besser, denn die Profitgier bzw. der Druck durch stärkere Konkurrenten animieren immer mehr Unternehmen dazu, billigste Materialien zu verwenden, Angebote auf das Nötigste zu beschränken und extra kurzlebig zu produzieren (z.B. Fernseher, etc.). Auch, weil es für viele Produkte eben heute nur noch Ersatzbedarf gibt und der Bürger immer weniger in der Tasche hat; aufgrund expansiv-kumulativer Gefälle in diesem System werden immer mehr Tricks im Profitwahn oder im Kampf ums Überleben - um die letzten Pfründe eben - angewandt. Siehe z.B. Gammelfleischskandal. Doch wie fruchtlos, naiv und beinahe heuchlerisch ist es, sich über derlei Symptome bzw. Resultate des Systems zu echauffieren, dabei aber partout nicht das System selbst als Ursache nennen zu wollen.
Die Invisible Hand ist ein, selbst theoretisch, völlig paradoxer Wahnsinn, der niemals funktionieren kann. Außerdem rechnet der smith‘sche Phantast immer mit sogenannten "rationalen" Entscheidungen. Die da wäre z.B.: "Was billig ist, nehme ich". Nun, diese Doktrin führt wiederum zu Dumping ohne Ende und volksschädlichem Wettbewerbswahn. Zudem ist sie unzutreffend, da auch "irrationale" Entscheidungen gefällt werden können. So könnte z.B. eine teurere, aber qualitativ als hochwertiger eingeschätzte oder einheimische Marke bevorzugt werden von manchen Konsumenten. Usw.,usf..

Auch die letzte Bastion der Liberalen, ihr System würde ja angeblich für eine Aufwertung ärmerer Länder sorgen, ist letztlich nur ein eingebeultes Luftschloß. Da zählen sie dann ein, zwei Länder, wie z.B. China auf, und geraten dann schon ins stocken. Die dritte Welt macht circa 85% der Welt aus, und den meisten Nationen geht es durch diesen globalen Raubtierkapitalismus keineswegs besser, sondern unverändert schlecht oder immer schlechter.
China und Konsorten haben den Kapitalismus etwas später begonnen und erleben deshalb die typischen Endstadiumskrisen des Systems auch etwas später - das ist alles. Angesichts der immer stärker kriselnden Weltwirtschaft und somit einer abnehmenden Zahl von „gesunden“ Handelspartnern und einer bereits jetzt schon völlig gefällelastigen Gesellschaft aus wenigen Neosnobs, ein paar Aufsteigern in den Städten und einer riesigen Masse von Armen - gerade auf dem Land - dürfte es bei China, Indien und Co. allerdings bei weitem nicht so lange dauern wie im Westen, bis das Monopolyspiel vorbei ist. China und Indien z.B. haben es von vorneherein versäumt, eine nennenswerte Kaufkraft im eigenen Lande aufzubauen und sind deshalb extrem abhängig von ein paar fragilen Exportpartnern.
Außerdem muß man immer noch berücksichtigen, wer in erster Linie von diesem begrenzten Wirtschaftswachstum profitiert: Ausländische Investoren und lokale Chefs oder tatsächlich die Arbeitnehmer, die zu Hungerlöhnen und schlechtesten Bedingungen schuften? Würden ihre Arbeitsbedingungen besser sein bzw. werden, so hätten sie ja nicht mehr den großen „Wettbewerbsvorteil“ der Dumpingländer. Insofern sieht ihre Zukunft genauso schwarz wie die der Arbeiter in Ländern mit besseren Arbeitsumständen aus durch diese Zwangsprostitution aller Arbeitnehmer der Welt vor der globalen Wirtschaftsmafia. Die Einen werden erpreßt mit den billigen Löhnen und schlechten Arbeitsumständen in anderen Ländern, und in eben diesen Ländern gibt es keine Aussicht auf Besserung, da sonst sofort wieder der „Standortvorteil“ dahin wäre. Und so dumpen alle Länder bzw. Völker gegenseitig um die Wette, um ja die Gunst der Vampire zu erhaschen. Dieser Konkurrenzwahn betrifft auch die armen Länder untereinander, und nur die wenigsten fassen dabei überhaupt ansatzweise Fuß.
Das Fazit ist also, daß der Wirtschaftsliberalismus den ärmeren Ländern keineswegs Vorteile bringt - jedenfalls nicht den Völkern. Er führt zu einer lebensvermiesenden, würdelosen Prostitution vor der reichen Minderheit und einer bitteren Abhängigkeit vom Weltmarkt und dem Ausland generell. Der Binnenmarkt wird dabei meist sehr vernachlässigt, was die Abhängigkeit noch erhöht.
Eine Abwärtsspirale der Arbeitnehmerrechte, der Löhne, der Arbeitsumstände und letztlich der Lebensqualität für die Massen ist die Folge von wirtschaftsliberaler Globalisierung - ein Prozeß, der gestoppt werden muß.

Das chaotische System ist durch und durch kannibalistisch und endet immer wieder alle paar Dekaden in der Sackgasse, wie zuletzt um den zweiten Weltkrieg herum. Denn wie soll ein System, in dem alles auf Geld basiert und das auf die Kaufkraft und den Konsum einer möglichst breiten Masse angewiesen ist, auch dauerhaft funktionieren, wenn sich diese Kaufkraft immer mehr auf eine kleine Spitze verlagert, wenn also der Masse immer mehr die Mittel für den systemnotwendigen Konsum entzogen werden? Aber auch das ist fester Bestandteil des Systems - ebenso wie die utopische Annahme, es könne dauerhaften Wachstum auf begrenztem Raum geben. Man merkt wirklich, es hier mit sektiererischen Wirtschaftsdemagogen zu tun zu haben. Und dennoch werden solche Gestalten immer wieder als „Experten“ zelebriert in gewissen Blenderkreisen. Aber was sind das für „Experten“, die immer wieder dieselben Fehler machen und bis zuletzt blind in jede Krise getaumelt sind, während konsequente Linke lange davor warnten und es noch tun? Und auch nach jeder Krise machen die „Wirtschaftsexperten“ munter weiter mit ihrer destabilisierenden, hilflosen, kurzsichtigen Umverteilungsbeschleunigungspolitik von unten nach oben in Form von Rationalisierungen und mannigfaltigen Kürzungen hier und dort - kurz: Totspardiktaten -, nur nicht bei der Wirtschaft und denen, die zuviel haben. Auch sehen wir, was passiert, wenn jeder Unternehmer nur mit seiner kurzsichtigen BWL-Brille zu Werke geht und dabei völlig außer Acht läßt, was sein egoistisches Streben nach größtmöglichem Profit im großen Zusammenhang längerfristig verursacht.

Was hat diese phantastische Träumerei der (neo)liberalen Utopisten in der Welt nicht alles angerichtet und tut es noch? Dieses System verursacht vielleicht in der Regel nicht so viele Tote auf direkten Regierungs- bzw. Staatsbefehl hin, aber es hinterläßt und hinterließ bereits Millionen und Abermillionen von Toten und Verelendeten ganz einfach durch die herrschenden, wirtschaftstotalitären Rahmenbedingungen und unterlassene oder unzureichende Hilfeleistungen gegenüber den ganzen Systemopfern. Nur übernimmt es dafür nicht die Verantwortung, da all diese Hunger- und Kältetoten, etc. ja „einfach irgendwie so zustandekommen“, ohne daß es einen Diktator braucht, der dies befiehlt. Und da wird dann heuchlerisch herumorakelt, wie es denn sein kann, dabei steckt der Fehler ganz einfach im System.
Das ganze Thema wäre nach einer einzigen seriösen, öffentlichen Diskussion vom Tisch, gäbe es nicht so eine mächtige, da betuchte Lobby dahinter. Für mich ist Neo-/Wirtschaftsliberalismus eine gefährliche Extremismusform. Sie wollen eine totalitäre, sozialdarwinistische Wirtschaftsdiktatur von Markt und Kapital - ohne jede Moral, ohne jede soziale Gemeinschaft und Fürsorge und ohne Gefühl und Geist. Und das alles im Namen und zu Gunsten einer kleinen, alles beherrschenden, reichen Minderheit. Wer tatsächlich an diesen kinderleicht zu widerlegenden Unsinn glaubt und tatsächlich solch eine kranke Diktatur von Markt, Kapital und einer kleinen, aber mächtigen Wirtschaftsmafia will, der kann nur ein realitätsferner, zudem überaus naiver und/oder asozialer Extremist sein - ein Liberal- bzw. Wirtschaftsextremist eben. Zeit, darauf hinzuweisen und beherzt gegen diese Volksbauernfängerei vorzugehen. Damit der Wirtschaftsliberalismus keine Chance mehr erhält - keine Chance, NOCH mehr Opfer zu fordern.

Geldbeutelunabhängige Freiheit und soziale Gerechtigkeit statt Kapitalismus!
 
A

aristo

Redwing, guter Text. Aber das lesen nur wenige. In der Sache ist das durchaus diskussionswürdig.

Der Beitrag ist wirklich gut. Damit er wirken kann, bearbeite Dein Posting. Unterteile es in drei Abschnitte. Nimm die letzten zwei komplett raus und poste sie nach den ersten Antworten.
 
OP
Redwing

Redwing

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Nee, ich möchte das geballt an einem Stück, damit alle Fakten und Thesen knallhart auf dem Tisch liegen - und DArüber kann man dann gegebenenfalls diskutieren. Damit mir gar nicht erst Dinge vorgehalten werden, die ich vielleicht längst behandelt habe (was allerdings trotzdem immer wieder passiert). Die "Zerreißprobe" beim anderen Thread kam nur unfreiwillig zustande aufgrund dieser blöden Vorkostersache beim ersten Posting. :) Anders wäre es mir lieber gewesen.
 
A

aristo

Nee, ich möchte das geballt an einem Stück, damit alle Fakten und Thesen knallhart auf dem Tisch liegen - und DArüber kann man dann gegebenenfalls diskutieren. Damit mir gar nicht erst Dinge vorgehalten werden, die ich vielleicht längst behandelt habe (was allerdings trotzdem immer wieder passiert). Die "Zerreißprobe" beim anderen Thread kam nur unfreiwillig zustande aufgrund dieser blöden Vorkostersache beim ersten Posting. :) Anders wäre es mir lieber gewesen.

Okay, der Text ist schon ein Knaller. Werde ich unterstützen.
 
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Guter text!
Vielleicht sollte man von diesem eine Audioaufnahme anfertigen und auf YT laden... so für die lesefaulen.

auf jeden Fall mein Top dafür!
 
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Es wird Zeit für den zweiten Flaggtext, der sich ganz dem scheitenden System und insbesondere der neoliberalen sektiererischen Maximalpervertierung widmet.
Liberalismus ist keine Pervertierung sondern Grundlage jedes gerechten Staats.

So, Leute, hier möchte ich einmal auf die Verbrechen des (Neo)liberalismus bzw. Wirtschaftsliberalismus und die Gefahr, die von dieser verkorksten Ideologie ausgeht, hinweisen, jedoch ebenfalls darauf, daß sie quasi systemimmanent ist.
Im Wirtschaftsliberalismus liegt keine Gefahr, schau uns mal an. Es geht uns prima!

Welche Doktrin spricht sich mehr für ein menschenverachtendes, sozialdarwinistisches Gesetz des Dschungels aus als der Neo-/Wirtschaftsliberalismus?
Der Nationalsozilismus ist menschenverachtender. Und der Sozialismus ist menschenverachtender. Und die Sharia ist menschenverachtender. Die feudalistische Struckturen des Mittelsalters waren menschenverachtender. Die Sozialstrukturen der Naturvölker sind menschenverachtender. Und der Kommunismus ist menschenverachtender.

"Der Stärkste setzt sich durch", lautet ihre Devise.
Das stimmt nicht; eine solche Devise hast du dazu erfunden.

Wenn weder Staat noch sonstwelche Institutionen die Arbeitnehmer und schwächere Konkurrenten unterstützen, so sind diese dem Diktat und der Macht der Großunternehmen völlig ausgeliefert.
Falls das so wäre, gabe es umstände, in dem das stimmt. Aber so ist es natürlich nicht, wie dir auch bewusst ist. Du willst hier wohl etwas verunglimpfen?

Zudem plädieren die Neoliberalisten zunehmend selbstgerecht dafür, die ganzen Verlierer dieses Wettbewerbswahns einfach eiskalt sich selbst zu überlassen.
Das ist eine haltlose Unterstellung, die man wohl deiner Fantasie als Autor zuschreiben muss. Niemand fordert etwas Derartiges.

Erst fordern diese Roboter also ein System, das zwangsläufig viele Verlierer und wenige Gewinner hervorbringt, und dann wollen sie Erstere auch noch eiskalt über die Klinge springen lassen.
Den Absatz mag ich am wenigsten. Wer Menschen zu Ungeziefer - oder wie du - zu wertlosen Maschienen abstempelt; ihnen die Menschlichkeit abspricht, hat Fürchterliches im Hinterkopf. Leute wie du machen mir Angst.

Weil, „jeder ist ja seines Glückes Schmied“, und es hängt ja „überhaupt nicht von den gegebenen Rahmenbedingungen und Glücksfaktoren ab“. Nach dem Motto: Laß dich nackt auf dem Mars absetzen und mach was draus; du mußt es nur wollen.
Die Aufforderung, sich im stärksten Maße für sich selbst zu angagieren ist um Potenzen sinnvoller als für das Gegenteil zu plädieren. Da stimmst du doch wohl zu?

Und damit komme ich auch schon zu meiner These, daß der Kapitalismus und insbesondere die (neo)liberale Extremform indirekt zum Faschismus führen und im Prinzip selbst faschistische und extremistische Elemente beinhalten.
Das ist falsch. Sie führen gradlinig davon weg.

Wir wissen, daß der sterbende Kapitalismus im Endstadium leicht im Faschismus enden kann.
Das wissen wir nicht. Das wünscht du dir ggf. Aber das ist was ganz anders.

Vielleicht ist es heute nicht ganz so ausgeprägt wie in früheren Epochen, doch je härter der Kampf um die letzten Pfründe wird, desto stärker treten auch die Nationen in Konkurrenz.
Von welchen ominösen letzten Pfründen fantasierst du hier? Lass den Leser doch nicht so allein...

Ein Beispiel seien die protektionistischen Maßnahmen von EU und USA und deren imperialistische Politik (insbesondere bez. USA).
EU und USA betreiben keine imperialistische Politik. Außerdem ist das kein Beispiel für eine Konkurenz unter Nationen.

Und das kann sich auch noch deutlich verschärfen.
Aber hallo!

Aber auch größere Teile der Bevölkerungen werden immer nationalistischer aufgrund des fanatischen Konkurrenzkampfes.
Nein, ein solcher Zusammenhang ist konstruiert.

Arbeitsplätze, Lebensumstände und Wohlstand sind für alle Völker gefährdet, und die Wurzel allen Übels - die reiche, einzig profitierende Minderheit - tut so, als müsse jedes Volk gegen das andere antreten und sich möglichst billig vor der Wirtschaftsmafia prostituieren.
Falsch. Es gibt es keine einzig profitierende Minderheit. Auch die Charakterisierung von Handeltreibenden als "Wirtscahfsmafia" ist verleumderisch.

Wer darauf hereinfällt, sieht sowohl den inländischen Ausländer als auch den Ausländer im Ausland als unliebsamen Konkurrenten.
Nein. Mit Ausländern hier und da hat das nichts zu tun. Das hast du dir ausgedacht.

Wir sehen doch alle die Tendenzen hier. Gerade im konservativen Spektrum, teils aber auch im liberalen, wendet sich die Stimmung immer mehr gegen Ausländer.
Das stimmt natürlich nicht. Die größe Stimmung gegen Ausländer gibt es in der Anhängerschaft der SPD (kein Angriff auf diese; die SPD fördert das nicht)

Der Durchschnittsspießer liebäugelt mit rechts, was die Ausländerpolitik angeht, und Parteien wie die (CD)U möchten diesen Ansprüchen zunehmend gerecht werden.
Nein, hier erzählst du die Unwahrheit. Unser gesamtes politische Spektrum von Linke bis CSU kämpft dagegen an.

Nun ja, das als Erklärung, weswegen Liberalismus vielleicht selbst kein Faschismus ist - Wirtschaftsfaschismus möglicherweise, denn alle haben stramm nach den Interessen dieses globalen Kartells zu tanzen -,
Nein, das hast du nicht richtig beobachtet. Wir sind ein freies Land und du musst überhaupt nicht beim ganzen zusammengesponnen globalen Kartell Tanz mitmachen. Du nicht und niemand anders.

aber sehr leicht dazu führen kann (der Kapitalismus überhaupt). Die liberale, kapitalistische Form der Globalisierung ist eben etwas Abscheuliches, auf das immer weniger Menschen Lust haben.
Das ist nichts Abscheuchliches, sondern eine kulturzivilisatorische Leistung, die in der Menschheitsgeschichte ihres Gleichen sucht. Für deine Teilnahme und Unterstützung daran müssten wir dir eigentlich danken, wenn du das nicht aus rein egoistischen Beweggründen getan hättest.

Und Manche sehen Abhilfe nur in Form des Nationalismus,
Ja. Manche sind einige wenige handvoll.

dabei könnte man auch eine soziale, gemeinschaftliche Form der Globalisierung betreiben
Generell gilt: Wenn ein globaler Konsens gefunden würde, könnte der Konkurenzkampf aufgegeben werden. Dann gänge vieles, was heute nur erträumt wird. Aber das ist Utopie.

(Volksprotektionismus gegen die Wirtschaftsmafia).
Volksprotektionismus? Nordkorea macht das, ist aber nicht sooo erfolgreich damit. Volksprotektionismus ist doof, weil man dann keine Produkte aus dem Ausland kaufen kann - und wir haben soviel davon...

So mag der Liberalismus selbst kein klassischer Faschismus sein, aber die (teils gerechtfertigten bzw. verständlichen) Abwehrreaktionen dagegen können dazu führen.
Du widersprichst dir. Du schreist nach einem Volksprotektionismus und einen Satz danach machst du Abwehrreaktionen für den zusammengesponnen Liberal-Faschismus verantwortlich.

Als eine abstrakte Form des Faschismus sehe ich den (Neo)liberalismus dennoch - im Prinzip.
Frage an Radio Eriwan: "Ist der Liberalismus eine Art des Faschismus?"
Antwort: "Im Prinzip ja. Er unterscheidet sich aber grundsätzlich in der Bewertung von Recht

Der Wirtschaftsliberalismus - und um etwas anderes geht es der Politik nicht -
Du solltest dich mal ein bisschen mit Politik beschäftigen. Kauf dir eine Zeitung oder lies ein wenig im Internet. Du wärst überrascht. Vermutlich hättest du nach einer Stunde schon ein etwas ruhigeres Weltbild.

ist für mich ein sozialdarwinistischer Individualfaschismus. Hier geht es zwar nicht um das Recht und Überleben der stärksten Rasse oder Nation, dafür aber um ein archaisches Gesetz des Dschungels.
Nein. Etwaige Dschungelgesetze kommen bei uns nicht zum Einsatz.

Es ist das gleiche Prinzip - nur auf Einzelpersonen angewandt. Das stärkste Individuum hat Recht und soll überleben, während alle anderen sehen können, wo sie bleiben.
Nein, das stimmt nicht. DE garantiert eine Unmenge individualer Rechte. Das ist das Merkmal eines liberalen Rechtsstaat, in dem wir das Glück haben zu leben.

So werden das Handeln und die uneingeschränkte Freiheit Weniger zur Einschränkung, Unfreiheit und Schädigung Vieler.
Das hast du falsch beobachtet. Es gibt keine uneingeschränkte Freiheit für ein paar Leute.

Dieses System ist animalisch und eigentlich unter dem Niveau höherer Intelligenzen mit sozialer Kompetenz, doch gleichzeitig auch unnatürlich, aufgrund der Massenanhäufung von Überfluß bei Wenigen, der gar nicht benötigt wird und Anderen fehlt. Es ist eine soziopathische Entartung, die nur zu Extremgefällen und Instabilität führen kann -
Nein. Es ist nicht animalisch. Es ist in hohem Maße humanistisch.

und letztlich zum Kollaps des Systems.
Nu mach keine Hektik. Mal ganz nüchtern: Es gibt kein kollapsfreies System. Unseres wird irgendwann kaputt gehen, so wie jene davor und jene danach.

Liberalität ist gesellschaftlich sicher gut, doch wirtschaftlich Gift.
Aber nein! Beides ist gut.

Arbeit, Wirtschaft und schlichtweg die Absicherung und das Wohlbefinden der Menschen kann nicht von solch egoistischen, profitgeilen Soziopathen übernommen werden, die nur ihren kleinen, egozentrischen BWL-Horizont sehen.
Doch, das geht offensichtlich prima.

Deshalb muß die Wirtschaft verstaatlicht und von einem sozialen Volksstaat geleitet werden.
Nein, das ist ungut. Staaten sind nicht fähig, sich an Änderungen anzupassen. Sie erzeugen zu wenig Leistungsdruck. Die sind dick und fett und träge und verantwortungslos. Geht gar nicht.

Ansonsten kann die Gesellschaft frei bleiben - freier als jetzt, wo immer mehr eingeschränkt wird, da die paar Nutznießer des Systems die Zeichen der Zeit insgeheim deuten und ihre Felle davonschwimmen sehen.
Das ist zu kurz gedacht. Die Machtkonzentration in einem Ministeramt ist der Freiheit der Menschen nicht dienlich.

Es geht (FD)P, Wirtschaft und reicher Minderheit, etc. nicht um jene gesellschaftliche Freiheit, sondern nur um das unbegrenzte Recht und alle Möglichkeiten und Methoden, auszubeuten.
Nein, das ist falsch. Es geht um gesellschaftliche Freiheit, zu der auch die wirtschaftliche und das Grundrecht auf Eigentum gehört. Ausbeuterei wird grundweg abgelehnt.

Gesellschaftlich werden sie die Freiheit immer weiter zurückfahren - zumindest für alle, die sich keine Freiheit leisten können, denn die ist hier vom Umfang des Geldbeutels abhängig -
Es gibt unterschiedliche Freiheiten; eine ist natürlich vom Geld abhängig. Andere nicht. Du sprichst gegen beide.

und einen Überwachungs- und Propagandastaat auf- bzw. ausbauen, da sie ein derart ungerechtes Gefällesystem sonst gar nicht aufrechterhalten könnten (wobei auch diese Methode letztlich nicht ewig funktioniert angesichts unübersehbarer Realitäten).
Das ist gelogen. Liberale wollen keinen Propagandastaat aufbauen. Wenn es zu einem Propagandastaat käme, dann durch eine andere politische Kraft. Ich habe den Eindruck, du könntest dort gebraucht werden.

Doch zurück zu den märchenhaften Wahnvorstellungen der Neoliberalen: Sie kommen mit völlig utopischen Versprechungen, wie: "Wohlstand für alle" (Westerwelle).
Falsch. Ludwig Erhardt wäre m.W. richtig.

Sie gaukeln uns vor, jeder könne ja Chef werden, doch wie soll das gehen? Wenn jeder Chef wäre, wer soll dann die Fabriken und Dienstleistungsunternehmen der Firmen bedienen?
Es KANN nicht mehr Chefs als Angestellte geben (nicht einmal die Balance wäre möglich, sondern deutlich weniger) - das wissen die nur zu gut, und trotzdem kommen sie uns mit solch populistischen Parolen.
Das ist falsch. Niemand hat davon gesprochen, daß es nur Häuptlinge und keine Indianer mehr geben soll; das ist Produkt deiner Fantasie.

Das Gegenteil tritt sogar zunehmend ein: Es gibt immer weniger Selbstständige und immer mehr abhängige Angestellte. Das beweist jede objektive Statistik - und ebenso das immer größere Gefälle zwischen arm und reich, und zwar national wie international betrachtet.
Wieso du die Anzahl der Selbstständigen als Argument aufnimmst ist nicht nachvollziehbar. Selbstständige sind Ausdruck einer liberalen Wirtschaftsordnung.

Adam Smith’ Gequatsche von der "invisible hand", dem "sich selbst regulierenden Marktmechanismus", etc. hat sich mehrfach als falsch erwiesen und auf der ganzen Welt für Armut, Elend, Tod und grenzenlose globale und nationale Gefälle gesorgt.
Das ist deutlich zu kurz gesprungen.

Hier konnte er in der Weimarer Republik sein Scheitern "eindrucksvoll" unter Beweis stellen,
Das ist falsch. Die Weimerer Republik ist nicht an den Smiths Thesen gescheitert.

und auch jetzt herrscht dieses grausame System im Grunde nahezu in Rein"kultur".
Da hast du wohl aus dem falschen Fenster geschaut? Wir sind ein Mischform, nicht rein.
 
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aristo

Was der neoliberale Irrsinn angerichtet hat, das sieht man an der aktuellen Lage.

Es wird Zeit, die Chicago-Boys auszusortieren.
 
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Hallo cw.!

Hast Dir ja richtig viel Mühe gegeben dieses Posting zu widerlegen.Ich will hier nicht auf jeden Punkt eingehen bin aber der Meinung das es Dir nicht besonders

gut gelungen ist.

Du wiederholst nur was unsere "Freien Demokraten" so von sich geben.Und eben diese haben in meiner Ansicht nicht viel mit Demokratie zu tun!

Sie sind nur dafür da eine elitäre Oberschicht zu bedienen und arbeiten stetig daran den "kleinen Mann" noch kleiner zu machen!

Nur mal so als Beispiel:

Frau Leutheuser Schnarrenberger hatte vorgeschlagen die Prozeßkostenbeihilfe abzuschaffen.

Wenn trifft das wohl härter?Die Klientel der FDP oder den kleinen Mann?

Die 3% hätten mehr Ruhe und die unten könnten ihre Rechte nicht mehr durchsetzen!

Für mich persönlich hätte es zur Folge gehabt das ich nicht vor Gericht hätte kämpfen können meine Kinder zu sehen,weil ich mir so einen aufwendigen

Rechtsstreit nicht hätte leisten können!Nur mal so nebenbei gesagt.

Würde man mich fragen ob ich die absolute Macht der FDP oder der NPD möchte............

(an dieser Stelle möchte anmerken das ich sicher nicht rechts bin und die Ziele der NPD auf keinen Fall auch nur im geringsten gut heiße)

müßte ich mich für die NPD entscheiden!

Da könnte ich als geringstes Übel wenigstens Mitläufer werden oder Wegseher!

Bei der Allmacht der FDP würde mir da ich nicht Mitglied einer Burschenschaft bin oder über reichliche Geldmittel verfüge nur die Rolle des Sklaven bleiben!
 
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Man scheint zwar angesichts nicht mehr wegzuredender, unübersehbarer Schwerstkrisen
Es gibt momentan keine einzige Schwerstkrise.

allmählich einzusehen, daß es weg von der neoliberalextremistischen Diktatur von Markt und Wirtschaft hin zu mehr Staat und Kontrolle gehen muß, aber wenn der Staat - sprich: das System - nicht stimmt und dies nicht konsequent durchgezogen wird, dann verzögert das den Kollaps höchstens geringfügig. Ein kapitalistischer Staat ist viel machtloser und schwächer als ein (neo)sozialistischer - sowohl was Mittel als auch Einfluß angeht.
Der Einfluß ist natürlich größer. Es ist dieser widerliche Einfluß, den wir verhindern sollten.

Der Wirtschaft muß einfach das Zepter entrissen werden statt sie zu beknien!
Das wird nicht gehen: Die Wirtschaft hat ja hier kein Zepter. Das haben unsere gewählten Politiker.

Und diese "Freiheit", von der immer geredet wird, beschränkt sich auf die Schrankenlosigkeit der Geschäftemacher, deren Ausbeutungsversuchen und -praktiken so keine Grenzen gesetzt werden.
Nein. Sie beinhaltet z.B. selbstverständlich und hier offensichtlich das Recht, Unsinn zu verbreiten.

So wird, wie bereits angedeutet, die Freiheit Weniger zur Einschränkung und regelrechten Versklavung Vieler.
Nein, das stimmt nicht. Es gibt keine Versklavung in liberalen Gesellschaften.

Utopisch auch zu glauben, jeder hätte die gleichen Chancen.
Nein, soetwas wird von Liberalen nicht versprochen. Die Chancen hängen natürlich vom Individuum ab. Aber mal andersherum: Sprichst denn du so ein Versprechen aus oder akzeptierst du diese Ungerechtigkeit?

Wer kein Kapital hat, wird mit ziemlicher Sicherheit auch kein Unternehmen aus dem Boden stampfen können,
Das ist seiner Endgültigkeit nicht richtig. Ein kleines Unternehmen, eine Personengesellschaft schon. Ferner: Man kann sich auf dem freien Markt Kapital besorgen. Generell hilft Kapital schon. Es garantiert aber auch keinen Erfolg.

und der Kapitalstarke hat immer Vorteile gegenüber dem Kapitalschwächeren und somit den längeren Atem. Kleinere Konkurrenten haben so nahezu keine Chance gegen die Großen.
Die Großen waren mal klein. Scheint wohl doch Chancen zu geben.

Ein paar Oligopolisten oder gar Monopolisten sind am Ende das Resultat. Der Trend ist längst ersichtlich.
Du bist doch für ein staatliches Monopol. Das ist m.E. schlechter als "paar Oligopolisten oder gar Monopolisten"

Systempopulisten des Kapitalismus kramen ja immer mal gerne ihr „Vom Tellerwäscher zum Millionär“-Ammenmärchen aus der Mottenkiste.
Zu recht; es gibt diese seltenen Fälle ja und sie faszinieren uns.

Und dann stellen sich irgendwelche alten Herren und Damen hin und labern uns mit ihren Erfolgsgeschichten voll, dabei völlig vergessend, daß sie es in einer Zeit „geschafft“ haben, in der das System seinem gefällelastigen Endstadium noch viel ferner und alles etwas leichter war.
Das beurteilst du falsch. Es war vor 100 Jahren deutlich schwerer etwas zu bewegen.

Und so selbstgerecht wie realitätsfern schließen sie dann von sich auf alle anderen und halten uns ihre antiquierten, doppelmoralischen Predigten.
Diese Heuchler! Aber da kenne ich noch einen, der sowas macht.

Die meisten „Gewinner“ hatten und haben (gerade in der jüngeren Zeit) doch irgendwelche wichtigen Connections, ein dickes Startkapital oder mächtig Glück, aber es mag ja auch die ach so großen „Wunder“ der Ex-Tellerwäscher geben.
Entweder hatten sie Glück, gute Verbindungen, oder ... ist doch egal. Wie würdest denn du das verhindern wollen? Und warum?

Dann werden dann ganz wenige Figuren in epischer Breite zu „Gewinnern“ hochstilisiert - etwas, daß ja ach so jeder schaffen könne, wenn er nur will -, aber übersehen wird dabei, daß auch diese „Gewinner“ nur ganz wenige von vielen sind. Wir sehen nur die Paar und bekommen nur die Paar vorgesetzt, die es geschafft haben, nicht aber all die Unzähligen, die es nicht geschafft haben. Die sehen wir nicht.
Nein, das stimmt nicht. Schau dich alleine mal hier im Forum um.

Und so relativiert sich dieser neoliberale Quatsch dann auch schon wieder. Die ganzen „Verlierer“ bleiben im Verborgenen, denn das paßt den Systempopulisten nicht in ihre verlogene Propagandavorstellung.
Falsch. Die Frage nach den Verlierern ist das zentrale Feld der politischen Diskussion in unserm Land.

Den Vogel schießen die Liberalisten jedoch mit der Aussage ab, der Egoismus und das Streben nach Profit des Einzelnen unterstütze automatisch das Ganze. Also: Je mehr Wenige ihre Mitmenschen abzocken, desto mehr hat jeder nachher in der Tasche?
Der Wunsch, für sich selber sorgen zu können, ist ein sehr starker. Diese liberale Einstellung nimmt sogar die SPD in ihren Wahlkampf auf. Der Wunsch, den ganzen Tag für andere zu arbeiten, ist hingegen deutlich weniger ausgeprägt.

Doch wo ist es nur, wenn der Staat noch nicht einmal großartig besteuern darf?
Das ist falsch gefragt. Der Staat darf hohe Steuern erheben. Und er macht das auch.

Sollen wir auf Freiwilligkeit und Großzügigkeit der Unternehmer setzen? Aber wie denn, wenn doch angeblich ihr Egoismus der Schlüssel zum Wohlstand ist?
Du übersiehst daß Freiwilligkeit nicht unbedingt uneigennützig ist. Der Smith hat das mal mit "invisible hand" umschrieben. Der lag ggf gar nicht so falsch.

…Und was nützt es dem Arbeitnehmer, wenn sein Chef da die Arbeitszeiten in die Höhe treibt und Arbeit auf immer weniger Schultern verlagert, da der Staat ihm ja alles erlaubt?
Du unterstellst fälschlicherweise, daß der Staat alles erlaubt. Dabei verbietet der Staat recht umfassend.

Auch für die (ungefälschte) Arbeitslosenstatistik ist diese Doktrin nicht sehr vorteilhaft.
Auch die Qualität von Dienstleistungen und insbesondere Produkten wird keineswegs besser, denn die Profitgier bzw. der Druck durch stärkere Konkurrenten animieren immer mehr Unternehmen dazu, billigste Materialien zu verwenden, Angebote auf das Nötigste zu beschränken und extra kurzlebig zu produzieren (z.B. Fernseher, etc.).
Erstaunlich ... du betrachtest auf zwei Arten einseitig. Zum einen gibt es Wettkampf nicht ausschließlich über den Preis, sondern auch über Qualitätsmerkmale. Zum anderen ist die Profitgier nicht nur dem Hersteller oder Unternehmer zuzuschreiben. Sowohl die Kunden wie auch die Angestellten leben das aus.

Auch, weil es für viele Produkte eben heute nur noch Ersatzbedarf gibt und der Bürger immer weniger in der Tasche hat;
Das ist falsch. Der Bürger hat immer mehr auf der Tasche.

aufgrund expansiv-kumulativer Gefälle in diesem System werden immer mehr Tricks im Profitwahn oder im Kampf ums Überleben - um die letzten Pfründe eben - angewandt.
Es gibt hier keinen Kampf ums Überleben - dem liberalen Wirtschaftssystem sein dank.

Siehe z.B. Gammelfleischskandal. Doch wie fruchtlos, naiv und beinahe heuchlerisch ist es, sich über derlei Symptome bzw. Resultate des Systems zu echauffieren, dabei aber partout nicht das System selbst als Ursache nennen zu wollen.
Dieses verdammte System! Wenn mir das mal über den Weg läuft, hau ich dem mal richtig in die Schnauze! Bis dahin halte ich diejenigen, die verdorbene Lebensmittel in Umlauf bringen, auch dafür verantwortlich.

Die Invisible Hand ist ein, selbst theoretisch, völlig paradoxer Wahnsinn, der niemals funktionieren kann.
Das scheint nicht so zu sein.

Außerdem rechnet der smith‘sche Phantast immer mit sogenannten "rationalen" Entscheidungen. Die da wäre z.B.: "Was billig ist, nehme ich".
Falsch. In der beschriebenen Einfachheit ist das keine rationale Entscheidung.

Nun, diese Doktrin führt wiederum zu Dumping ohne Ende und volksschädlichem Wettbewerbswahn.
Das ist nicht genüngend dargestellt. Welche Alternativen können wir verwirklichen?

Zudem ist sie unzutreffend, da auch "irrationale" Entscheidungen gefällt werden können. So könnte z.B. eine teurere, aber qualitativ als hochwertiger eingeschätzte oder einheimische Marke bevorzugt werden von manchen Konsumenten. Usw.,usf..
Das mag heute so sein, denn eine freie Wirtschaft sorgt für Auswahl.

Auch die letzte Bastion der Liberalen, ihr System würde ja angeblich für eine Aufwertung ärmerer Länder sorgen, ist letztlich nur ein eingebeultes Luftschloß. Da zählen sie dann ein, zwei Länder, wie z.B. China auf, und geraten dann schon ins stocken. Die dritte Welt macht circa 85% der Welt aus, und den meisten Nationen geht es durch diesen globalen Raubtierkapitalismus keineswegs besser, sondern unverändert schlecht oder immer schlechter.
Als gäbe es Länder, die nicht von der Schaffenskraft der Industrieländer profitierten. Ich glaube, es gibt keinen globalen Raubtierkapitalismus.

China und Konsorten haben den Kapitalismus etwas später begonnen und erleben deshalb die typischen Endstadiumskrisen des Systems auch etwas später - das ist alles.
Kommunismus. In China hats Kommunismus rauf und runter.

Angesichts der immer stärker kriselnden Weltwirtschaft und somit einer abnehmenden Zahl von „gesunden“ Handelspartnern und einer bereits jetzt schon völlig gefällelastigen Gesellschaft aus wenigen Neosnobs, ein paar Aufsteigern in den Städten und einer riesigen Masse von Armen - gerade auf dem Land - dürfte es bei China, Indien und Co. allerdings bei weitem nicht so lange dauern wie im Westen, bis das Monopolyspiel vorbei ist.
Man hat den Eindruck, du hast eine grundlos negative Grundeinstellung

China und Indien z.B. haben es von vorneherein versäumt, eine nennenswerte Kaufkraft im eigenen Lande aufzubauen und sind deshalb extrem abhängig von ein paar fragilen Exportpartnern.
Das ist falsch. Die Kaufkraft in China steigt sei Jahren, teils sprunghaft. Es ist auch falsch, daß China abhängig von fragilen Exportpartner ist.

Außerdem muß man immer noch berücksichtigen, wer in erster Linie von diesem begrenzten Wirtschaftswachstum profitiert: Ausländische Investoren und lokale Chefs oder tatsächlich die Arbeitnehmer, die zu Hungerlöhnen und schlechtesten Bedingungen schuften?
Ich will nicht widersprechen. Kommunismus ist nichts Gutes für Arbeiter. Liberalismus ist da schon besser.

Würden ihre Arbeitsbedingungen besser sein bzw. werden, so hätten sie ja nicht mehr den großen „Wettbewerbsvorteil“ der Dumpingländer.
Das hast du richtig erkannt. Wenn du einen guten Draht zum NVK hast, kannst du denen das ja mal erzählen.

Insofern sieht ihre Zukunft genauso schwarz wie die der Arbeiter in Ländern mit besseren Arbeitsumständen aus durch diese Zwangsprostitution aller Arbeitnehmer der Welt vor der globalen Wirtschaftsmafia.
Nein, das so nicht richtig. Die Arbeitsbedingungen bei uns sind viel besser, als jene in China.

Die Einen werden erpreßt mit den billigen Löhnen und schlechten Arbeitsumständen in anderen Ländern, und in eben diesen Ländern gibt es keine Aussicht auf Besserung, da sonst sofort wieder der „Standortvorteil“ dahin wäre. Und so dumpen alle Länder bzw. Völker gegenseitig um die Wette, um ja die Gunst der Vampire zu erhaschen. Dieser Konkurrenzwahn betrifft auch die armen Länder untereinander, und nur die wenigsten fassen dabei überhaupt ansatzweise Fuß.
Auf globaler Ebene fehlt der Menschheit ein Umverteilungssystem, wie wir es in Deutschland haben. Da sind dicke Bretter zu bohren. Wenn die anderen Länder zustimmen, können und sollten wir das auch machen.

Das Fazit ist also, daß der Wirtschaftsliberalismus den ärmeren Ländern keineswegs Vorteile bringt - jedenfalls nicht den Völkern.
Das ist ein falsches Fazit - überrascht bei den vielen Fehlern aber nicht.

Er führt zu einer lebensvermiesenden, würdelosen Prostitution vor der reichen Minderheit und einer bitteren Abhängigkeit vom Weltmarkt und dem Ausland generell.
Nein. Hier wird keine Leben vermiest. Warum sollte man soetwas machen?

Der Binnenmarkt wird dabei meist sehr vernachlässigt, was die Abhängigkeit noch erhöht.
Die Behauptung ist nicht gestützt. Ich kann mich kaum an eine Vernachlässigung erinnern?

Eine Abwärtsspirale der Arbeitnehmerrechte, der Löhne, der Arbeitsumstände und letztlich der Lebensqualität für die Massen ist die Folge von wirtschaftsliberaler Globalisierung - ein Prozeß, der gestoppt werden muß.
Das ist falsch; das Gegenteil ist richtig: Nie dagewesene Arbeitnehmer wurde etabliert.

Das chaotische System ist durch und durch kannibalistisch und endet immer wieder alle paar Dekaden in der Sackgasse, wie zuletzt um den zweiten Weltkrieg herum.
Falsch. Das hatte weniger mit liberalen Ideen als vielmehr mit dem Weltkrieg zu tun. (Im Rahmen der beiden Weltkriege und danach kam es im übrigen zu zahlreichen Verstaatlichungen)

Denn wie soll ein System, in dem alles auf Geld basiert und das auf die Kaufkraft und den Konsum einer möglichst breiten Masse angewiesen ist, auch dauerhaft funktionieren, wenn sich diese Kaufkraft immer mehr auf eine kleine Spitze verlagert, wenn also der Masse immer mehr die Mittel für den systemnotwendigen Konsum entzogen werden?
Die breite Masse hat Geld und kann konsumieren. Und sie macht das auch.

Aber auch das ist fester Bestandteil des Systems - ebenso wie die utopische Annahme, es könne dauerhaften Wachstum auf begrenztem Raum geben. Man merkt wirklich, es hier mit sektiererischen Wirtschaftsdemagogen zu tun zu haben. Und dennoch werden solche Gestalten immer wieder als „Experten“ zelebriert in gewissen Blenderkreisen.
Wenn das Wachstum nicht dauerhaft ist, ist es eben nicht dauerhaft. Was ist dein Problem damit?

Aber was sind das für „Experten“, die immer wieder dieselben Fehler machen und bis zuletzt blind in jede Krise getaumelt sind, während konsequente Linke lange davor warnten und es noch tun?
Wer will sich schon von einem Metzger operieren lassen? Linke haben schon ein paar Länder vor die Wand gefahren; da fehlt es an Reputation.

Und auch nach jeder Krise machen die „Wirtschaftsexperten“ munter weiter mit ihrer destabilisierenden, hilflosen, kurzsichtigen Umverteilungsbeschleunigungspolitik von unten nach oben in Form von Rationalisierungen und mannigfaltigen Kürzungen hier und dort - kurz: Totspardiktaten -, nur nicht bei der Wirtschaft und denen, die zuviel haben.
Diese Politik erscheint mir nicht kurzsichtig, sondern umsichtig.

Auch sehen wir, was passiert, wenn jeder Unternehmer nur mit seiner kurzsichtigen BWL-Brille zu Werke geht und dabei völlig außer Acht läßt, was sein egoistisches Streben nach größtmöglichem Profit im großen Zusammenhang längerfristig verursacht.
Es ist im Egoismus darin zu erkennen, nur dem Unternehmer Egoismus vorzuwerfen. Davon ab:
Wenn sich der Bettler auf die Straße setzt und ein Schild hochhält, funktioniert das in Grenzen. Wenn das alle machen, funktioniert das nicht. Deswegen gibt es die BWL und die VWL.

Was hat diese phantastische Träumerei der (neo)liberalen Utopisten in der Welt nicht alles angerichtet und tut es noch?
Recht viel Gutes. Schau dich nur mal in deinem Zimmer um. Dort z.B. fast alles. Dann geh auf die Straße. Dort fast alles.

Dieses System verursacht vielleicht in der Regel nicht so viele Tote auf direkten Regierungs- bzw. Staatsbefehl hin, aber es hinterläßt und hinterließ bereits Millionen und Abermillionen von Toten und Verelendeten ganz einfach durch die herrschenden, wirtschaftstotalitären Rahmenbedingungen und unterlassene oder unzureichende Hilfeleistungen gegenüber den ganzen Systemopfern.
Falsch. Verelendung ist ein Zeichen für ein Mangel an liberalen Grundzügen und Mangel an Marktwirtschaft.

Nur übernimmt es dafür nicht die Verantwortung, da all diese Hunger- und Kältetoten, etc. ja „einfach irgendwie so zustandekommen“, ohne daß es einen Diktator braucht, der dies befiehlt.
Du übernimmst ja auch keine Verantwortung dafür, sondern schiebst sie anderen, die nichts dafür können, einfach unter. Nicht sehr moralisch, finde ich.

Und da wird dann heuchlerisch herumorakelt, wie es denn sein kann, dabei steckt der Fehler ganz einfach im System.
Ich wiederhole mich! Wenn ichs das Luder sehe ... mit der Eisenstange.

Das ganze Thema wäre nach einer einzigen seriösen, öffentlichen Diskussion vom Tisch, gäbe es nicht so eine mächtige, da betuchte Lobby dahinter.
Seriös? Es käme auf einen Versuch an.

Für mich ist Neo-/Wirtschaftsliberalismus eine gefährliche Extremismusform.
Das ist unbegründet.

Sie wollen eine totalitäre, sozialdarwinistische Wirtschaftsdiktatur von Markt und Kapital - ohne jede Moral, ohne jede soziale Gemeinschaft und Fürsorge und ohne Gefühl und Geist.
Das ist lediglich eine Verleumdung des ehrenwerten liberalen Geists.

Und das alles im Namen und zu Gunsten einer kleinen, alles beherrschenden, reichen Minderheit.
Hier herrschen jene, die dafür gewählt werden.

Wer tatsächlich an diesen kinderleicht zu widerlegenden Unsinn glaubt und tatsächlich solch eine kranke Diktatur von Markt, Kapital und einer kleinen, aber mächtigen Wirtschaftsmafia will, der kann nur ein realitätsferner, zudem überaus naiver und/oder asozialer Extremist sein - ein Liberal- bzw. Wirtschaftsextremist eben.
Oder ein fröhlicher und offener Mensch. Mindestens diese zwei Option solltest du anfügen.

Zeit, darauf hinzuweisen und beherzt gegen diese Volksbauernfängerei vorzugehen. Damit der Wirtschaftsliberalismus keine Chance mehr erhält - keine Chance, NOCH mehr Opfer zu fordern.
Wirtschaftsliberalismus ist eine Strategie zur Opferverminderung, wenn man denn von Opfern sprechen will. Wenn du etwas besseres kennst, könntest du es ja mal bei Gelegenheit vorstellen.

Geldbeutelunabhängige Freiheit und soziale Gerechtigkeit statt Kapitalismus!
Geldbeutelunabhängige Freiheit ist im direkten Widerspruch zur geforderten sozialen Gerechtigkeit.


Alles in allem: Sechs, setzen.
 
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Ich habe mir das jetzt mal durchgelesen (mehr oder weniger ^^). Das ist mehr ein Pamphlet als eine Diskussiongrundlage. Ich gehe mal auf einen Punkt ein:

Manche sehen Abhilfe nur in Form des Nationalismus, dabei könnte man auch eine soziale, gemeinschaftliche Form der Globalisierung betreiben (Volksprotektionismus gegen die Wirtschaftsmafia).

Ja. Rein theoretisch vielleicht. Nur praktisch eben nicht. Deutschland und China haben eben unterschiedliche Interessen und im Grund interessiert es die Deutschen einen Dreck, wie es den Chinesen geht - und umgekehrt.

Die kapitalistische Wirtschaft ermöglicht es feindlichen Staaten, wie USA und Vietnam, Waren und Geld und KnowHow auszutauschen. Man muss ja bedenken, dass die Staaten nicht von der Bevölkerung regiert werden, sondern von den Macht-Eliten. Wenn wir den Kapitalismus abschaffen, dann müsste der Warenaustausch zwischen den Staaten durch diese Machteliten geregelt werden. Die Bundesregierung müsste mit der chin. Regierung verhandeln, was wie ausgetauscht wird an Waren. Ob das dann besser funktioniert, wie das jetzige System, ist die Frage. Im ehemaligen Ostblock wurde das ja wohl so ähnlich gemacht.
 
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chapeau cw !

wollte mich auch schon hinsetzen, saß schon..schaute nach draußen und sah das tolle Wetter heute...

also gelassen,......... wäre auch arg abgeglitten der Text...reif sicher für eine Beurlaubung :winken:. Unglaublich, was sich Menschen in einem gesicherten, friedlichen, demokratischen und sozial sehr gut aufgestellten land - fast konkurrenzlos in der Welt in ihren Schruppelhirnen zusammenreimen...und noch meinen, das wäre ein großer Wurf..

Nochmals danke, hast was gut bei mir...:))

lach und echt :kopfkratz:
 
A

aristo

Der Fall Mali: Wie 30 Jahre Neoliberalismus den Boden für den Krieg bereiteten


Die Krise in Mali sei die Folge von 30 Jahren neoliberaler Politik, die dem Land von IWF und Weltbank aufgenötigt worden sei, sagt die ehemalige Minsterin Aminata Traoré. Die Destabilisierung der Wirtschaft habe eine junge Generation ohne jede Perspektive hervorgebracht, aus der sich sowohl die Armee, als auch die Dschihadisten und die Drogenschmuggler rekrutierten. Die Zerstörung der öffentlichen Daseinsvorsorge habe außerdem einen Leerraum geschaffen, der zunehmend vom politischen Islam besetzt werde. Die auch von Deutschland unterstützte Militärintervention in Mali wird sowohl in Europa als auch in Afrika kontrovers diskutiert. Während der ägyptische Ökonom Samir Amin die Intervention als das geringere Übel gegenüber einer möglichen Dominanz von Dschihadisten sieht, werten Firoze Manji, Aziz Fall und Aminata Traoré die Operation als Teil einer neokolonialen Strategie Frankreichs.



Zum Video mit weiteren Infos

Der Fall Mali ist nur ein weiteres Beispiel für das unheilvolle Wirken von IWF und Weltbank.
 

bakunicus

weltbürger & paneuropäer
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Liberalismus ist keine Pervertierung sondern Grundlage jedes gerechten Staats.

mhhh ...
ich habe gerade ein wenig zeit, und lust mal zu widersprechen.
ich würde meine kritik niemals in der form wie redwing vortragen, und mich auch nicht zu seinen pauschalen aussagen und wertungen hinreißen lassen, aber dein widerspruch cw., den kann man auch nicht so stehen lassen.

liberalismus ist nämlich nicht gleich liberalismus.
zwischen einem liberalismus des rechts und dem klassischen ordoliberalismus bis hin zum shareholder value und den vorstellungen der tea-party, bzw. eines paul ryan liegen nämlich welten.

das werde ich im weiteren auch ausführen ...


Im Wirtschaftsliberalismus liegt keine Gefahr, schau uns mal an. Es geht uns prima!

da stellt sich schon mal die erste frage ...
wer ist "wir" in diesem zusammenhang ?
wir deutschen ?, wir westeuropäer ?, wir bewohner der westlichen welt ?
oder wir bewohner dieses globus ?

den arbeitslosen in griechenland, spanien, portugal, rumänien, moldawien, ukraine, USA geht es nämlich nicht prima, die können ihren lebensunterhalt nicht selbst bestreiten, und haben kein sozialsystem welches sie zumindest ausreichend versorgt. kein geld für miete, strom, essen, medikamente, bekleidung ... für die basics der zivilisierten welt. nur familie und suppenküchen sichern deren überleben, der staat übernimmt kaum oder gar keine verantwortung obwohl er als gesetzgeber eine maßgebliche mitverantwortung trägt.

und schon gar nicht prima geht es den 2,8 milliarden menschen die von 2 US-dollar oder weniger am tag leben müßen, 8-900 millionen davon von einem US-dollar am tag oder weniger.
die haben als einkommen im jahr die hälfte dessen was ein deutscher hartz 4 empfänger im monat zur verfügung hat.



Der Nationalsozilismus ist menschenverachtender. Und der Sozialismus ist menschenverachtender. Und die Sharia ist menschenverachtender. Die feudalistische Struckturen des Mittelsalters waren menschenverachtender. Die Sozialstrukturen der Naturvölker sind menschenverachtender. Und der Kommunismus ist menschenverachtender.

auch das kann man so pauschal nicht sagen.
die menschrechtssituation in den ehemaligen ostblock-staaten war geprägt von unterdrückung und willkür, aber die polit-komissare haben zumindest niemanden verhungern lassen, jeder hatte arbeit und lohn.
weltweit beklagen wir trotz hochzivilisation 24.000 hungertote täglich, fast 9 millionen jedes jahr.
die ursachen dafür sind vielschichtig, und nicht allein dem neoliberalismus zur last zu legen, aber das ist ein normativer fakt mit dem man sich weder als demokrat, christ, humanist oder liberaler abfinden darf.


Das stimmt nicht; eine solche Devise hast du dazu erfunden.

in der tat funktioniert der kapitalismus nach dem wettbewerbsprinzip, so dass es zwingend gewinner und verlierer gibt.
die frage ist ob die freiheit soweit gehen kann, darf oder gar muß.
ob armut und hungertote als "kollateralschaden" einer notwendigen freiheit betrachtet werden müßen.

das wage ich zu bezweifeln.


Falls das so wäre, gabe es umstände, in dem das stimmt. Aber so ist es natürlich nicht, wie dir auch bewusst ist. Du willst hier wohl etwas verunglimpfen?

es gibt solche umstände.
dazu empfehle ich mal eine dokumentation auf arte :
http://www.spiegel.de/kultur/tv/die...zeigt-die-verelendung-in-europa-a-869514.html


wenn wir uns dazu im detail auseinandersetzen wollen, dann mußt du dir aber auch die mühe machen diese dokumentation anzusehen.
auch wenn das wenig spass macht, das ist sehr harte kost.


Das ist eine haltlose Unterstellung, die man wohl deiner Fantasie als Autor zuschreiben muss. Niemand fordert etwas Derartiges.

das ist keine haltlose unterstellung.
die tea party und republikaner in den USA wollen genau das, dass sich der staat aus jeder verantwortung für das gemeinwesen verabschiedet.
und viele hier in deutschland und europa auch.
das kann man auf die knappe formel bringen " wer nicht arbeitet soll auch nicht essen ", ungeachtet hoher arbeitslosigkeitsraten.

ich empfehle dazu mal sich mit dem vize-vorsitzenden der republikaner paul ryan auseinanderzusetzen.
und dazu den begriff "atlas shrugged" zu googeln.

und hier in deutschland mit den thesen des bremer soziologie professors gunnar heinsohn, der sagt dass man den armen die lebensgrundlage ( sozialleistungen ) entziehen muß damit sie sich nicht fortpflanzen können, und so die armut in die nächste generation tragen.
statt das problem durch beteiligung zu lösen, soll man sie aushungern.
das wird an deutschen universitäten gelehrt.

Den Absatz mag ich am wenigsten. Wer Menschen zu Ungeziefer - oder wie du - zu wertlosen Maschienen abstempelt; ihnen die Menschlichkeit abspricht, hat Fürchterliches im Hinterkopf. Leute wie du machen mir Angst.

da stimme ich völlig überein. eine solche entmenschlichung ist völlig inakzeptabel.


Die Aufforderung, sich im stärksten Maße für sich selbst zu angagieren ist um Potenzen sinnvoller als für das Gegenteil zu plädieren. Da stimmst du doch wohl zu?

darauf antworte ich mal mit dem SPD politiker erhardt eppler, der gesagt hat dass freiheit und gerechtigkeit kein widerspruch sind, sondern sie bedingen einander.
wer nicht über die notwendigen mittel verfügt sein leben zu gestalten, sei es bildung, geld oder eigentum, der kann auch nicht eigenverantwortlich handeln.
das berührt zentral die eigentumsfrage, und themen wie die akkumulation des kapitals.


Das ist falsch. Sie führen gradlinig davon weg.

ich würde nicht sagen dass der neoliberalismus zwingend zu formen des faschismus führt, aber gradlinig weg sicherlich auch nicht.
dazu erinnere ich mal an den staats-putsch in chile, gesteuert und getragen von der CIA und der denkschule der chigago-boys, der dann in die grausame diktatur unter pinochet geführt hat.


Das wissen wir nicht. Das wünscht du dir ggf. Aber das ist was ganz anders.

ich denke das wünscht sich keiner. instabile verhältnisse, wozu sicher auch wirtschaftskrisen gehören, haben aber in der tat die große gefahr in einer diktatur zu enden.


Von welchen ominösen letzten Pfründen fantasierst du hier? Lass den Leser doch nicht so allein...

es wird kaum bestritten, dass wirtschaftliche probleme und arbeitslosigkeit zu einer entsolidarisierung der gesellschaft führt.
das konnte zuletzt herr heitmeyer von der uni bielefeld nachweisen.

EU und USA betreiben keine imperialistische Politik. Außerdem ist das kein Beispiel für eine Konkurenz unter Nationen.

in wirtschaftsfragen tun sie das sehr wohl, wir führen einen wirtschaftskrieg, bei der jede nation bzw. wirtschaftsraum um rohstoffe, arbeitsplätze und absatzmärkte mit sehr harten bandagen konkurriert.
diplomaten und wirtschaftsvertreter aus der dritten welt beklagen durch die bank dass sie gezwungen werden die märkte ihrer länder zu öffnen während ihnen die märkte in europa und USA verschlossen sind.




Nein, ein solcher Zusammenhang ist konstruiert.

das ist nicht konstruiert.
es ist sogar offensichtlich dass die krise in europa den ruf nach den national-staaten wider unüberhörbar lauter werden lässt ...


Falsch. Es gibt es keine einzig profitierende Minderheit. Auch die Charakterisierung von Handeltreibenden als "Wirtscahfsmafia" ist verleumderisch.

mhh ...
minderheit ist hier in der tat ein schwieriger begriff, aber nach dem konsum der oben verlinkten arte reportage reden wir darüber nochmal ...



Nein. Mit Ausländern hier und da hat das nichts zu tun. Das hast du dir ausgedacht.

aber sicher doch ...
das standard argument " was wollen die hier, die nehmen uns die arbeitsplätze weg " das sollte jeder schon mal gehört haben.
und natürlich gilt das auch im internationalen rahmen.
ständig wird darauf hingewiesen dass es uns besser geht als anderen nationen, und dass das doch gut sei ...

Das stimmt natürlich nicht. Die größe Stimmung gegen Ausländer gibt es in der Anhängerschaft der SPD (kein Angriff auf diese; die SPD fördert das nicht)

sarrazin ist nicht die SPD ...


Nein, hier erzählst du die Unwahrheit. Unser gesamtes politische Spektrum von Linke bis CSU kämpft dagegen an.

na ja ...
das führe ich mal lieber nicht weiter.

Nein, das hast du nicht richtig beobachtet. Wir sind ein freies Land und du musst überhaupt nicht beim ganzen zusammengesponnen globalen Kartell Tanz mitmachen. Du nicht und niemand anders.

mhh ...
es ist ziemlich schwer, selbst als gewählter abgeordneter, sich gegen die großen interessensgruppen durchzusetzen.
der lobbyismus geht in manchen fällen inzwischen so weit dass die ihre vertreter in den behörden sitzen haben um gesetzesvorlagen zu schreiben.
das betrifft insbesondere die pharmaindustrie, lebensmittelindustrie und finanzwirtschaft.
gegen konzerne wie nestle, monsanto, sanofi-aventis oder die großbanken kommt man nur sehr schwer an.

ich erinnere mal an den contergan skandal, der bis heute nicht umfassend entschädigt ist ...


Das ist nichts Abscheuchliches, sondern eine kulturzivilisatorische Leistung, die in der Menschheitsgeschichte ihres Gleichen sucht. Für deine Teilnahme und Unterstützung daran müssten wir dir eigentlich danken, wenn du das nicht aus rein egoistischen Beweggründen getan hättest.

die globalisierung ist eher eine form der naturgewalt, die gebändigt werden muß.
wenn die wirtschaft sich globalisiert, dann müßen das die politischen kräfte auch, und die arbeitnehmer und gewerkschaften, damit das klassische gleichgewicht wieder hergestellt ist.
das ist im übrigen auch im sinne des ordoliberalismus, der verlangt dass wirtschaftliches handeln einen ordnungspolitischen rahmen hat.


Ja. Manche sind einige wenige handvoll.

52 % der deutschen wollen die DM zurück.


Generell gilt: Wenn ein globaler Konsens gefunden würde, könnte der Konkurenzkampf aufgegeben werden. Dann gänge vieles, was heute nur erträumt wird. Aber das ist Utopie.

das muß nicht sein.
ein nationenverband wie die EU ist durchaus in der lage soziale standards zu formulieren.


Volksprotektionismus? Nordkorea macht das, ist aber nicht sooo erfolgreich damit. Volksprotektionismus ist doof, weil man dann keine Produkte aus dem Ausland kaufen kann - und wir haben soviel davon...

nordkorea ist eine verbitterte und völlig isolierte diktatur.
nichts worüber man in diesem zusammenhang ernsthaft diskutieren kann.
es gibt auch nationen wo eine sozialistische einheitsregierung einem land den dringend benötigten frieden und stabilität bringen. das parade-beispiel ist ruanda

http://www.spiegel.de/politik/ausla...st-der-wohlstand-dann-die-moral-a-711258.html

darüber kann man sicherlich heftig streiten, aber man muß es erwähnen.


Du widersprichst dir. Du schreist nach einem Volksprotektionismus und einen Satz danach machst du Abwehrreaktionen für den zusammengesponnen Liberal-Faschismus verantwortlich.

ich weiß nicht ob man das so interpretieren kann.
aber das ist in der tat eine gute frage ...

viele linke positionen sind sehr national gesehen, es fehlt die globale perspektive.
da lohnt sich ein zweiter und dritter kritischer blick.
das gilt aber auch für die neoliberalen und kapitalistischen betrachtungen.

da erinnere ich an die oben gestellt frage " wer ist wir "


Frage an Radio Eriwan: "Ist der Liberalismus eine Art des Faschismus?"
Antwort: "Im Prinzip ja. Er unterscheidet sich aber grundsätzlich in der Bewertung von Recht

frage an radio eriwan :
kennen sie die politische agenda von koch industries ?

http://www.sueddeutsche.de/geld/die...acht-hass-zwei-brueder-auf-kreuzzug-1.1004439

Zwei Brüder auf Kreuzzug

Kampf für den Kapitalismus: Charles und David Koch erbten von ihrem Vater Milliarden. Heute finanzieren sie die rechte Tea-Party-Bewegung in den USA.



Du solltest dich mal ein bisschen mit Politik beschäftigen. Kauf dir eine Zeitung oder lies ein wenig im Internet. Du wärst überrascht. Vermutlich hättest du nach einer Stunde schon ein etwas ruhigeres Weltbild.

vielleicht aber auch nicht ...

Nein. Etwaige Dschungelgesetze kommen bei uns nicht zum Einsatz.

siehe arte why poverty

Nein, das stimmt nicht. DE garantiert eine Unmenge individualer Rechte. Das ist das Merkmal eines liberalen Rechtsstaat, in dem wir das Glück haben zu leben.

was nutzt das wenn sich unsere unternehmer mit den übelsten diktatoren der welt gemein machen ?

Das hast du falsch beobachtet. Es gibt keine uneingeschränkte Freiheit für ein paar Leute.

zumindest wenn es mit rechten dingen zugeht.

Nein. Es ist nicht animalisch. Es ist in hohem Maße humanistisch.

das ist zu pauschal ...


Nu mach keine Hektik. Mal ganz nüchtern: Es gibt kein kollapsfreies System. Unseres wird irgendwann kaputt gehen, so wie jene davor und jene danach.

da stimme ich zu

Aber nein! Beides ist gut.

da stimme ich zu.
das ist das prinzip der sozialen marktwirtschaft.

aber ich stimme nicht mehr zu wenn das eine " marktkonforme demokratie " sein soll, wie frau merkel das formuliert.

Doch, das geht offensichtlich prima.

mhh ...
wenn selbst die FAZ und frank schirrmacher an der unsichtbaren hand des marktes zweifeln, dann darf das auch user redwing.


Nein, das ist ungut. Staaten sind nicht fähig, sich an Änderungen anzupassen. Sie erzeugen zu wenig Leistungsdruck. Die sind dick und fett und träge und verantwortungslos. Geht gar nicht.

ich würde das einschränken auf staaten mit totalitärem charakter.

Das ist zu kurz gedacht. Die Machtkonzentration in einem Ministeramt ist der Freiheit der Menschen nicht dienlich.

da stimme ich zu


Nein, das ist falsch. Es geht um gesellschaftliche Freiheit, zu der auch die wirtschaftliche und das Grundrecht auf Eigentum gehört. Ausbeuterei wird grundweg abgelehnt.

da stimme ich nicht zu ..
das ganze ist sehr viel komplexer.


Es gibt unterschiedliche Freiheiten; eine ist natürlich vom Geld abhängig. Andere nicht. Du sprichst gegen beide.

was man dann im einzelnen scharf betrachten muß


Das ist gelogen. Liberale wollen keinen Propagandastaat aufbauen. Wenn es zu einem Propagandastaat käme, dann durch eine andere politische Kraft. Ich habe den Eindruck, du könntest dort gebraucht werden.

neoliberale versuchen aber mit erheblichen mitteln auf die öffentliche meinung einfluß zu nehmen.
siehe die initiative für neue soziale marktwirtschaft.



Falsch. Ludwig Erhardt wäre m.W. richtig.

das waren noch zeiten ...


Das ist falsch. Niemand hat davon gesprochen, daß es nur Häuptlinge und keine Indianer mehr geben soll; das ist Produkt deiner Fantasie.

da stimme ich zu


Wieso du die Anzahl der Selbstständigen als Argument aufnimmst ist nicht nachvollziehbar. Selbstständige sind Ausdruck einer liberalen Wirtschaftsordnung.

da stimme ich zu.


Das ist deutlich zu kurz gesprungen.

da muß man drüber streiten ...


Das ist falsch. Die Weimerer Republik ist nicht an den Smiths Thesen gescheitert.

aber an der sparpolitik von brüning


Da hast du wohl aus dem falschen Fenster geschaut? Wir sind ein Mischform, nicht rein.

wir sollten lernen uns gegenseitig ernst zu nehmen und anzuhören.
beide seiten haben gute argumente ..

mfg ... chuzpe
 
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Chuzpe, lange Antwort, viel Unsinn drin, aber eines ist mir besonders aufgefallen. "Im Sozialismus hatte Jeder Lohn und Brot und keiner ist Verhungert. Nur in der jetzigen Hochzivilisation gibt es weltweit täglich 24.000 Hungertote." Gab's die zu Zeiten des Sozialismus nicht? Ich denke schon. Du stellst es in diesem Kontext so dar, als ob "wir", wer immer da jetzt gemeint ist, schuld an allen diesen Toten wären. Sind wir nicht. Im übrigen ist es auf Dauer für jedes Wirtschaftssystem tödlich, Leute auf Teufel komm raus in die Betriebe zu stecken und zu bezahlen, ob sie für die Produktion nun gebraucht werden oder nicht. Das war einer der Gründe für den Niedergang der Ostdeutschen Wirtschaft nach der Wende, weil man die Betriebe mit Leuten überhäuft hatte ohne Funktion aber zu vollen Kosten. Dieses Beispiel ist symptomatisch für die Münchhausen-Denke unseres linken Lagers, die sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen wollen. Versuchs mal. Du steckst nach dem Versuch noch tiefer im Sumpf.
 

bakunicus

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Chuzpe, lange Antwort, viel Unsinn drin, aber eines ist mir besonders aufgefallen. "Im Sozialismus hatte Jeder Lohn und Brot und keiner ist Verhungert. Nur in der jetzigen Hochzivilisation gibt es weltweit täglich 24.000 Hungertote." Gab's die zu Zeiten des Sozialismus nicht? Ich denke schon. Du stellst es in diesem Kontext so dar, als ob "wir", wer immer da jetzt gemeint ist, schuld an allen diesen Toten wären. Sind wir nicht. Im übrigen ist es auf Dauer für jedes Wirtschaftssystem tödlich, Leute auf Teufel komm raus in die Betriebe zu stecken und zu bezahlen, ob sie für die Produktion nun gebraucht werden oder nicht. Das war einer der Gründe für den Niedergang der Ostdeutschen Wirtschaft nach der Wende, weil man die Betriebe mit Leuten überhäuft hatte ohne Funktion aber zu vollen Kosten. Dieses Beispiel ist symptomatisch für die Münchhausen-Denke unseres linken Lagers, die sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen wollen. Versuchs mal. Du steckst nach dem Versuch noch tiefer im Sumpf.

bitte zitier mich nicht sinnentstellt ...
da habe ich keinen bock drauf, das sage ich dir klipp und klar wie das ist.
da bekommen wir beide ganz großen ärger miteinander.

und wenn du meinst dass es im ostblock hungertote gab, dann mußt du das bitte belegen.

zu allem anderen haben ich quellen hinterlegt, die du bitte lesen und verfolgen mußt.
ich erzähle hier keinen unsinn, ich spiegel die aktuelle gesellschaftliche debatte wieder, die so in der seriösen presse und sogar im deutschen bundestag geführt wird.
du kannst sagen dass du andere ansichten hast, oder andere schwerpunkte und wertungen, aber an den fakten kommst auch du nicht vorbei.
 
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bitte zitier mich nicht sinnentstellt ...
da habe ich keinen bock drauf, das sage ich dir klipp und klar wie das ist.
da bekommen wir beide ganz großen ärger miteinander.

und wenn du meinst dass es im ostblock hungertote gab, dann mußt du das bitte belegen.

zu allem anderen haben ich quellen hinterlegt, die du bitte lesen und verfolgen mußt.
ich erzähle hier keinen unsinn, ich spiegel die aktuelle gesellschaftliche debatte wieder, die so in der seriösen presse und sogar im deutschen bundestag geführt wird.
du kannst sagen dass du andere ansichten hast, oder andere schwerpunkte und wertungen, aber an den fakten kommst auch du nicht vorbei.

Du erzählst was von sinnentstelltem Zitieren und redest davon, daß ich geschrieben hätte, es habe im Osten Hungertote gegeben? Chuzpe, lern lesen. Ich habe übrigens keinen Sinn entstellt. Ich habe wiederholt, was du geschrieben hast. Wenn dir das nicht passt, solltest du dir überlegen, was und wie du schreibst. Ich schrieb davon, daß es auch zu Zeiten des Sozialismus auf diesem Planeten Hungertote gegeben habe und daß deine unterschwellige Schuldzuweisung an den Westen daran schlichter Unsinn ist. Mir fällt immer wieder auf, daß unsere linken Anspruchsteller ihre Ansichten als Fakten ansehen. Das ist eine Selbstüberhöhung, die schlichter Unsinn ist. Ihr habt weder Fakten noch die Wahrheit gepachtet. Aber ihr baut sie gerne um, so daß sie auf Eure Vorstellung paßt. Nur hat das dann nicht mehr viel mit Fakten zu tun.
 

bakunicus

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Du erzählst was von sinnentstelltem Zitieren und redest davon, daß ich geschrieben hätte, es habe im Osten Hungertote gegeben? Chuzpe, lern lesen.

dann hast du ja begriffen worum es geht ...

ab und zu tut es ganz gut das am eigenen leib zu spüren.
 
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dann hast du ja begriffen worum es geht ...

ab und zu tut es ganz gut das am eigenen leib zu spüren.

Das ist inhaltsleeres Geschätz. Du kamst mit dieser Verdrehung, um nicht Stellung zu meiner Aussage nehmen zu müssen.
 
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Nur mal so als Beispiel: Frau Leutheuser Schnarrenberger hatte vorgeschlagen die Prozeßkostenbeihilfe abzuschaffen.

Hallo Kritiker66,

Die Prozesskostenhilfe wurde vor Jahren eingeführt um allen den Zugang zum Gericht zu ermöglichen. Gemacht hat das übrigends die FDP. Und in der zwischenzeit das Gesetz ein wenig gealtert und es wird daher Änderungen am bisherigen Gesetz geben. Eine der Änderungen ist die stärkere Belastung der Hilfeempfänger bei der Rückzahlung der Hilfe. Dabei sollen Leistungsfähige ggf. länger - also mehr Raten als heute - zurückzahlen. Damit sollen Kosten gesenkt werden - ein Wunsch, den die Länder geäußert hatten, da sie diese Hilfe bezahlen. Ein anderer Grund für Änderungen an der PKH waren, daß diese von einigen missbraucht wurde, in dem man - auf Kosten der Allgemeinheit - Prozess um Prozess um Nichtigkeiten geführt hat. Ich selber kann kann kein Geld aufbringen um dutzende von Prozessen zu führen. Und es ist ungerecht, wenn jemand, der von der Allgemeinheit lebt, dies kann. Letztlich bedienen diese sich aus den Töpfen, die Leuten wir dir zustehen.

Vlt ist ja meine Darstellung nun zu positiv; ich kenne das Gesetz auch wieder nicht umfassend. Aber mit "Abschaffung" hat das nichts zu tun; das ist schlicht eine Lüge, der du aufgesessen bist. Du wirst aber derlei bestimmt irgendwo gelesen haben. Und dies hat damit zu tun, daß es ein paar Menschen es gibt, die in propagandistischer Art und Weise Desinformation unter die Leute bringen. Der Threadstarter ist eine solche Person.

Nicht falsch verstehen. Es muss nicht jeder zustimmen. Es gibt auch gute Gründe, derlei abzulehnen. Aber dann soll man die vorbringen ... und dann kann man bewerten. Durch dieses ewige und maßlose Übertreiberei entfernt man sich vom Ziel, gute Lösungen zu finden.

Gruß
 
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Guten Tag Redwing!

Ich denke du machst es dir hier und da doch etwas zu einfach.
Du lässt zu viele Bereiche weg.
Beispielsweise ist es sehr gewagt zu sagen, dass auf Kapitalismus Faschismus folgt, da spielen noch ganz andere Faktoren eine Rolle.
Ebenfalls wirfst du freie und soziale Marktwirtschaft in einen (Kapitalismus-)Topf.
Alles in allem doch etwas ungeordnet.

Übrigens erinnere ich mich gerade, dass du in unglaublich vielen Internetforen diesen, bzw. einen ähnlichen, Text (gegen Neoliberalismus) verbreitet hast.
Jedes Mal unter dem Pseudonym "Redwing" und jedes mal mit dem selben Profilbild.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es manchmal mehr hilft, mmehr nachzudenken und auch kritisch seine eigene Position zu reflektieren, als seine Meinung, auch wenn einem verständlicherweise danach ist, pausenlos in Internetforen zu verbreiten.
 
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