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Ergebnis 521 bis 529 von 529
  1. #521
    Freiwirtschaftler Psw-Legende Avatar von Pommes

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    Zitat Zitat von deralex Beitrag anzeigen
    Wie bereits erwähnt: Sollte der IWF das durchsetzen können, werden wir die Auswirkungen beobachten können. Ich sehe aber keinen Grund, die von dir aufgelisteten "Wunder" zu erwarten. Weder durch die IWF-Maßnahmen, noch durch Freigeld.
    Natürlich du wirst staunen immerhin werden in Europa 9,234 Billionen Euro liquide gehalten, das ist Geld das wir im Markt brauchen und eine Bargeldsteuer würde genau dieses Geld in den Markt treiben.

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  2. #522
    Avatar von sportsgeist

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    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    Das ist eine unbewiesene Behauptung deinerseits, wenn's nichts Großes hätte werden können, mußte die Österreichische Nationalbank das Experiment nicht verbieten lassen, abgesehen davon sind führende Ökonomen da ganz anderer Meinung als du.
    jetzt nennt sich Pommes schon selbst einen führenden Ökonomen

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  3. #523
    Freiwirtschaftler Psw-Legende Avatar von Pommes

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    Zitat Zitat von Eisbär Beitrag anzeigen
    Jo, da sind sich alle Eliten und Ideologen einig. Die verdienen ihre Brötchen, und halten ihren Status durch das verbreiten von Unwissenheit. Die stehen auf tönernden Füßen.
    Die stehen vor allem auf tönernen Füßen wenn jetzt im Zuge der Corona Märchen die Weltwirtschaft ne ordentliche Delle kriegt.

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  4. #524
    Novize Avatar von deralex

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    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    Das ist eine unbewiesene Behauptung deinerseits, wenn's nichts Großes hätte werden können, mußte die Österreichische Nationalbank das Experiment nicht verbieten lassen, abgesehen davon sind führende Ökonomen da ganz anderer Meinung als du.
    Es ist eine unbeweiesene Behauptung deinerseits, dass die Nationalbank das Experiment verbieten ließ, weil sonst etwas "Großes" daraus geworden wäre ^^

    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    abgesehen davon sind führende Ökonomen da ganz anderer Meinung als du.
    Gleich mehrere? Wer denn? Aber davon abgesehen: Die Mehrheit der Ökonomen wären vermutlich zumindest diesbezüglich meiner Meinung.

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  5. #525
    Freiwirtschaftler Psw-Legende Avatar von Pommes

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    Zitat Zitat von deralex Beitrag anzeigen
    Es ist eine unbeweiesene Behauptung deinerseits, dass die Nationalbank das Experiment verbieten ließ, weil sonst etwas "Großes" daraus geworden wäre ^^
    Warum hätten die es verbieten lassen sollen wenn es sowieso gescheitert wäre, dann hätte man nämlich sagen können, seht her Gesell ist gescheitert.
    Aber die Banker wußten das es nicht scheitern würde.


    Gleich mehrere? Wer denn? Aber davon abgesehen: Die Mehrheit der Ökonomen wären vermutlich zumindest diesbezüglich meiner Meinung.
    Prof. Dr. Irving Fisher
    „Freigeld könnte der beste Regulator der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes sein, die der verwirrendste Faktor in der Stabilisierung des Preisniveaus ist. Bei richtiger Anwendung könnte es uns tatsächlich binnen weniger Wochen aus der Krise heraushelfen. ... Ich bin ein bescheidener Schüler des Kaufmanns Gesell.“
    Stamp Scrip, New York 1933, S. 67, und: Mail and Empire (Toronto) vom 21.11.1932.

    Prof. Dr. Bernard A. Lietaer
    „Die ausgeklügelteren Komplementärwährungen der 1930er Jahre besaßen einen Zirkulationsanreiz, der von dem erfolgreichen deutsch-argentinischen Kaufmann und Finanztheoretiker Silvio Gesell empfohlen wurde. Gesells Idee des ‚rostenden Geldes’, der ‚Freigeldes’ basiert auf der Idee, die Menschen durch eine ‚Anti-Hortungs-Gebühr’ zur Zirkulation des Geldes anzuregen. … Gesells Freiwirtschaftslehre wurde sowohl von den rechten als auch von den linken Parteien abgelehnt. Gelegentlich wurde er missverstanden, den meisten aber waren seine Ideen in der Auseinandersetzung zwischen Marxismus und Kapitalismus zu sehr ‚an der Mitte’ orientiert. Tatsächlich gilt seine Arbeit als ‚größte Versöhnung von Individualismus und Kollektivismus’ (Maurice Allais).“
    Das Geld der Zukunft-Über die destruktive Wirkung des existierenden Geldsystems und die Entwicklung von Komplementärwährungen. München 1999, S. 262-265.

    Prof. Dr. Bernd Senf
    „Gesell hat mit seiner fundamentalen Zinskritik ein Tabu angerührt, das bis dahin über Jahrhunderte hinweg nicht nur von den verschiedenen Richtungen der Wirtschaftswissenschaften gehütet worden war, sondern auch in zunehmendem Maße von den christlichen Kirchen. …
    Dass das Geld mehrere Funktionen erfüllt, nämlich Tauschmittel, Wertaufbewahrungsmittel und Spekulationsmittel zu sein, ist auch von anderen Ökonomen vor ihm gesehen worden. Aber keiner hat so klar wie Gesell erkannt, dass sich diese unterschiedlichen Funktionen in einem unversöhnlichen Widerspruch oder Gegensatz zueinander befinden, dass das bisherige Geld sozusagen in seinem Wesenskern gespalten ist. Und diese Spaltung des Geldes treibt den Zins hervor, der seinerseits eine Fülle von Krisen und die Spaltung der Gesellschaft bewirkt. … Der Zins setzt die Wirtschaft unter einen permanenten Wachstumszwang. …

    Prof. Dr. Gregory Mankiw
    „Die Zinsrate für die Geldbasis ist etwa Null, daher hat sich die FED anderen Mitteln zugewandt, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, wie dem Ankauf langfristiger Schuldverschreibungen. Aber die Wirksamkeit dieser Mittel ist unsicher und sie sind mit Risiken verbunden. In vieler Hinsicht befindet sich die FED in unbekannten Gewässern. Warum sollte die FED also die Zinsraten nicht noch weiter senken? Warum nicht die Vorgabe, die Zinsrate auf, sagen wir, minus 3 Prozent anstreben? … Stellen sie sich vor, die FED verkündet, dass heute in einem Jahr eine Losnummer mit einer Ziffer von Null bis 9 aus einem Hut hervorholt würde. Alle Geldscheine, deren Seriennummer mit dieser Ziffer endet, wären dann kein gültiges Zahlungsmittel mehr. Ganz plötzlich wäre damit die zu erwartende Rendite für Geldhaltung minus 10 Prozent. Dieser Schritt würde für die FED den Weg frei machen, die Zinsrate unter Null zu drücken. Die Leute wären erfreut, Geld für minus 3% zu verleihen, denn 3 Prozent zu verlieren ist besser als 10 Prozent. …
    Die Idee, dass Geld eine negative Rendite haben könnte, ist nicht vollkommen neu. Im ausgehenden 19. Jahrhundert setzte sich der deutsche Ökonom Silvio Gesell für eine solche Steuer auf Geldhaltung ein. Er machte sich Gedanken darüber, dass die Menschen in Krisenzeiten ihr Geld lieber horten anstatt es zu verleihen. John Maynard Keynes erwähnte diese Idee über eine Geldhaltesteuer und hielt sie für gut. In der Situation von Banken, die übergroße Reserven halten, erscheint Gesells Sorge über die Haltung von Geld ganz plötzlich sehr modern.“
    It May Be Time for the FED to Go Negative, in: New York Times vom 18. April 2009



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  6. #526
    Novize Avatar von deralex

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    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    Warum hätten die es verbieten lassen sollen wenn es sowieso gescheitert wäre, dann hätte man nämlich sagen können, seht her Gesell ist gescheitert.
    Aber die Banker wußten das es nicht scheitern würde.
    Weil nur die Notenbank Geldscheine-/Münzen ausgeben durfte. Oder zumindest dieser Meinung war. Ich kenne die rechtlichen Grundlagfen dafür dort nicht in der Zeit.

    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    Prof. Dr. Irving Fisher
    „Freigeld könnte der beste Regulator der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes sein, die der verwirrendste Faktor in der Stabilisierung des Preisniveaus ist. Bei richtiger Anwendung könnte es uns tatsächlich binnen weniger Wochen aus der Krise heraushelfen. ... Ich bin ein bescheidener Schüler des Kaufmanns Gesell.“
    Stamp Scrip, New York 1933, S. 67, und: Mail and Empire (Toronto) vom 21.11.1932.
    +1

    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    Prof. Dr. Bernard A. Lietaer
    „Die ausgeklügelteren Komplementärwährungen der 1930er Jahre besaßen einen Zirkulationsanreiz, der von dem erfolgreichen deutsch-argentinischen Kaufmann und Finanztheoretiker Silvio Gesell empfohlen wurde. Gesells Idee des ‚rostenden Geldes’, der ‚Freigeldes’ basiert auf der Idee, die Menschen durch eine ‚Anti-Hortungs-Gebühr’ zur Zirkulation des Geldes anzuregen. … Gesells Freiwirtschaftslehre wurde sowohl von den rechten als auch von den linken Parteien abgelehnt. Gelegentlich wurde er missverstanden, den meisten aber waren seine Ideen in der Auseinandersetzung zwischen Marxismus und Kapitalismus zu sehr ‚an der Mitte’ orientiert. Tatsächlich gilt seine Arbeit als ‚größte Versöhnung von Individualismus und Kollektivismus’ (Maurice Allais).“
    Das Geld der Zukunft-Über die destruktive Wirkung des existierenden Geldsystems und die Entwicklung von Komplementärwährungen. München 1999, S. 262-265.
    Hier lese ich nur eine Beschreibung heraus, keine Zustimmung.

    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    Prof. Dr. Bernd Senf
    „Gesell hat mit seiner fundamentalen Zinskritik ein Tabu angerührt, das bis dahin über Jahrhunderte hinweg nicht nur von den verschiedenen Richtungen der Wirtschaftswissenschaften gehütet worden war, sondern auch in zunehmendem Maße von den christlichen Kirchen. …
    Dass das Geld mehrere Funktionen erfüllt, nämlich Tauschmittel, Wertaufbewahrungsmittel und Spekulationsmittel zu sein, ist auch von anderen Ökonomen vor ihm gesehen worden. Aber keiner hat so klar wie Gesell erkannt, dass sich diese unterschiedlichen Funktionen in einem unversöhnlichen Widerspruch oder Gegensatz zueinander befinden, dass das bisherige Geld sozusagen in seinem Wesenskern gespalten ist. Und diese Spaltung des Geldes treibt den Zins hervor, der seinerseits eine Fülle von Krisen und die Spaltung der Gesellschaft bewirkt. … Der Zins setzt die Wirtschaft unter einen permanenten Wachstumszwang. …
    Ja, die Nennung von Senf habe ich erwartet
    +1

    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    Prof. Dr. Gregory Mankiw
    „Die Zinsrate für die Geldbasis ist etwa Null, daher hat sich die FED anderen Mitteln zugewandt, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, wie dem Ankauf langfristiger Schuldverschreibungen. Aber die Wirksamkeit dieser Mittel ist unsicher und sie sind mit Risiken verbunden. In vieler Hinsicht befindet sich die FED in unbekannten Gewässern. Warum sollte die FED also die Zinsraten nicht noch weiter senken? Warum nicht die Vorgabe, die Zinsrate auf, sagen wir, minus 3 Prozent anstreben? … Stellen sie sich vor, die FED verkündet, dass heute in einem Jahr eine Losnummer mit einer Ziffer von Null bis 9 aus einem Hut hervorholt würde. Alle Geldscheine, deren Seriennummer mit dieser Ziffer endet, wären dann kein gültiges Zahlungsmittel mehr. Ganz plötzlich wäre damit die zu erwartende Rendite für Geldhaltung minus 10 Prozent. Dieser Schritt würde für die FED den Weg frei machen, die Zinsrate unter Null zu drücken. Die Leute wären erfreut, Geld für minus 3% zu verleihen, denn 3 Prozent zu verlieren ist besser als 10 Prozent. …
    Die Idee, dass Geld eine negative Rendite haben könnte, ist nicht vollkommen neu. Im ausgehenden 19. Jahrhundert setzte sich der deutsche Ökonom Silvio Gesell für eine solche Steuer auf Geldhaltung ein. Er machte sich Gedanken darüber, dass die Menschen in Krisenzeiten ihr Geld lieber horten anstatt es zu verleihen. John Maynard Keynes erwähnte diese Idee über eine Geldhaltesteuer und hielt sie für gut. In der Situation von Banken, die übergroße Reserven halten, erscheint Gesells Sorge über die Haltung von Geld ganz plötzlich sehr modern.“
    It May Be Time for the FED to Go Negative, in: New York Times vom 18. April 2009
    Auch hier reine Beschreibung, keine Zustimmung. Würde ich auch gerade bei Mankiw als unwahrscheinlich betrachten.


    Danke für die Aufzählung, immerhin wurden von dir 2 Ökonomen gefunden.

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  7. #527
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    Habe noch ein paar Zitate zu Silvio Gesell gefunden:

    H.G.Wells, Historiker:

    Gesells Name wird ein führender Name in der Geschichte sein, wenn sie einst entwirrt sein wird

    Dr. Oskar Stillich

    Nationalökonom an der Humboldt-Universität:
    Gesell hat im Reiche der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Originales geschaffen, trotzdem oder weil, er ein Autodidakt ist
    Gerade deshalb, weil es sich nicht um einen durch eine regelrechte wissenschaftliche Schule gegangenen Theoretiker handelt, muß das, was er geleistet hat, umso höher bewertet werden.
    Die Schriften Gesells enthalten viel wissenschaftlich Wertvolles und Fruchtbares, das nicht wieder aus dem Bestande der Geldlehre verschwinden wird.

    Prof. Dr. John Maynard Keynes

    Nationalökonom an der Universität Cambridge:
    Der Zweck von Gesells Buch als Ganzes kann als die Aufstellung eines antimarxistischen Sozialismus beschrieben werden, eine Reaktion gegen das laissez-faire, auf theoretischen Grundlagen aufgebaut, die von jenen von Marx grundverschieden sind. Ich glaube, daß die Zukunft mehr vom Geiste Gesells als von jenem von Marx lernen wird. Das Vorwort zu `Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld´ wird dem Leser, wenn er es nachschlägt, die moralische Höhe Gesells zeigen. Die Antwort auf den Marxismus ist nach meiner Ansicht auf den
    Linien dieses Vorwortes zu finden.

    Prof. Dr. Joachim Starbatty

    Nationalökonom an der Universität Tübingen:
    Die Wirtschaftswissenschaft hat Silvio Gesell tiefe Einblicke in das Wesen des Geldes und des Zinses zu verdanken, jedoch ist Silvio Gesell von der nationalökonomischen Zunft immer als Sonderling betrachtet worden. Er war ja auch kein Professor – und das ist schon verdächtig. Entscheidend ist, daß die grundsätzlichen Ideen, die ordnungspolitischen Ideen von Silvio Gesell richtig und vorbildhaft sind.

    Prof. Dr. Oswald Hahn

    Nationalökonom an der Universität Erlangen-Nürnberg:
    Silvio Gesell hat es verstanden, klar und verständlich zu schreiben – eine Gabe, die sowohl den reinen Theoretikern und Reformern wie auch machen Praktikern unserer heutigen Zeit weitgehend abgeht. Die `Natürliche Wirtschaftsordnung´ ist auch heute noch lesenswert… Gesell entwickelte geniale Konzeptionen und wurde vergessen, während die jeweiligen weniger genialen Zeitgenossen einige Generationen blendeten, ehe sich auch hier die Vorstellung einer Falsifizierung durchsetzte.

    Prof. Dr. Irving Fisher

    Nationalökonom an der Yale University:
    Freigeld könnte der beste Regulator der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes sein, die der verwirrendste Faktor in der Stabilisierung des Preisniveaus ist…. Ich bin ein bescheidener Schüler des Kaufmanns Gesell.

    Prof. Dr. Maurice Allais

    Nationalökonom an der Universität Paris/Frankreich:
    Wir wollen hier ganz besonders den Bahnbrechern wie Proudhon, Walras und Silvio Gesell unsere Hochachtung bezeugen, die die größte Versöhnung von Individualismus und Kollektivismus vollbracht haben, auf der die von uns angestrebte Wirtschaftsordnung beruht.

    Prof. Dr. Hans-Christian Binswanger

    Nationalökonom an der Hochschule für Wirtschafts- und Soziaiwissenschaften St. Gallen/Schweiz:
    Gesell ist der Begründer der `Freiwirtschaftslehre´, ein ökonomischer Ousider, der jedoch von Keynes in gewissem Sinne als Vorläufer anerkannt wurde. Er wird daher auch heute vor allem als Keynesianer, ja geradezu als Hyper-Keynesianer interpretiert, d.h. als Vertreter einer schule, die im Interesse einer Krisenvermeidung einen möglichst tiefen (nominalen) Zins propagiert. Gesell hat aber auch erkannt, daß mit der Reduktion der Zinssätze ein Krisenproblem allein nicht lösbar ist. (…) Gesell schlägt deswegen als notwendiges Korrelat zur Einführung des `Freigeldes´ (…) die Einführung des `Freilandes´ vor. (…) Das Hauptwerk von Gesell trägt daher auch den Titel `Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland (!) und Freigeld´ . Es zeigt sich, daß man nie die reale Seite der Wirtschaft – d.h. die Beanspruchung des Bodens bzw. der Ressourcen – aus dem Auge verlieren darf, selbst wenn man den monetären Faktoren die primäre Bedeutung beimißt. Das hat Gesell deutlicher erkannt als Keynes.

    Prof. Dr. Dudley Dillard

    Nationalökonom an der Universität Maryland/USA:
    Gesells Standort ist sowohl antiklassisch als auch antimarxistisch(…) Die Einmaligkeit der Gesellschen theoretischen Untersuchung erklärt sich aus seiner Einstellung zur Sozialreform. Nur unter der Berücksichtigung seines Allgemeinen Blickwinkels als Reformer kann seine Theorie verstanden werden.(…) In einigen wichtigen Punkten ist seine Analyse nicht voll entwickelt, aber im allgemeinen ist sein Modell einwandfrei.

    Heinz Nixdorf:

    Silvio Gesell hat mich in meinen jungen Jahren beeindruckt. Die Ratlosigkeit der Politiker von heute macht die Arbeiten von Silvio Gesell immer moderner.

    Luise Rinser:

    Da gibt es das sogenannte Experiment Wörgl. Das muß man nachlesen, da gibt es Bücher drüber. Das Experiment ist abgewürgt worden vom österreichischen Staat…Ich würde allen raten, sich mit der Wirtschaftslehre von Silvio Gesell zu befassen.

    Erich Mühsam:

    Gesells theoretische Leistung ist aber mit dieser Stille um seinen Fortgang nicht abgetan, und wie bedeutungsvoll die Leistung war, wird dann erkannt werden, wenn sie in der Praxis erprobt werden wird. Gustav Landauer wußte, was er tat, als er vor elf Jahren empfahl, die Revolutionierung des Gekldwesens der Räterepublik Bayern dem an Proudhon geschulten, dabei ganz selbstständigen Denker Gesell anzuvertrauen
    Silvio Gesell war ein sozialer Wegbahner von größtem geistigen Wuchs; der Spott der Börsenpraktiker und das Gelächter der Marxisten können seine Bedeutung als Vorkämpfer gerechter und freiheitlicher Gesellschaftsgestaltung nicht mindern. Die Zeit revolutionärer Verwirklichung wird dem Toten vieles abzubitten haben, was die Zeit dogmatischer Unbelehrbarkeit an dem Lebenden und damit zugleich an sich selbst gesündigt hat. Der Weg der Menschheit zur anständigen Gemeinschaft wird mit mancher Fuhre Erde aus dem Garten Silvio Gesells gestampft sein.

    Prof. Dr. Felix G. Binn

    Gesamthochschulbereich Düsseldorf, Fachbereich Wirtschaft:
    Eine fast unüberwindliche Mauer hat bislang den breiten Zugang zu Silvio Gesells Ideenwelt versperrt. Diese Vorurteile wurden gebildet in einer Zeit, die Begriffe wie Demokratisierung des Lebens, Leistungsgesellschaft, Pluralismus, Sozialverpflichtung nicht kannte. In einer solchen “gut bürgerlichen” Zeit mußten diese Begriffe, die uns heute selbstverständlich scheinen, revolutionäre Schreckgespenster par exellance sein
    Auch Gesell verwendete diese Worte nicht; er meinte sie aber! Gleichzeitig meint er, daß vordemokratische Privilegien in der Geldverfassung und im Bodenrecht keine Basis für unsere Demokratie bilden, schlimmer noch, unserer Gesellschaft die Krisen bescheren und sie jedesmal in ihren Grundfesten erschüttern.
    Neben denen, die diese Zusammenhänge geistig nicht bewältigen, stehen diejenigen, die sich in diesem System zum eigenen Vorteil etabliert haben und an einer Änderung kein Interesse haben.
    Ihnen hinzu gesellt sich die Schar der Brotgelehrten und Vertreter der herrschenden Lehre, die sich im wertfreien Elfenbeinturm mit der Beschreibung und statistischen Erfassung volkswirtschaftlich- wissenschaftlicher Phänomene beschäftigen, die sie im übrigen nach naturwissenschaftlichem Denkmodell in den Ursachen als unbeeinflußbar hinnehmen. Ihnen allen stellt Gesell sein Konzept entgegen.

    Albert Einstein:

    Ich erfreue mich an dem glänzenden Stil von Silvio Gesell. … Die Schaffung eines Geldes, das sich nicht horten läßt, würde zur Bildung von Eigentum in anderer wesentlicherer Form führen.

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    Wer die Zusammenhänge, Probleme und Lösungen unserer momentanen Wirtschaftsordnung verstehen möchte, sollte dieses Buch lesen:

    http://humanwirtschaftspartei.de/wp-...frage-nd-2.pdf

    "Der Rückgang des Zinsfußes ist ja bedauerlich vom Standpunkt der schon beschriebenen Seiten meines Sparkassenbuches, aber umso erfreulicher ist er vom Standpunkt der unbeschriebenen. Und diese sind bei weitem in der Mehrzahl." (Silvio Gesell)

  8. #528
    Premiumuser + Avatar von Eisbär

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    Zitat Zitat von deralex
    Auch in dieser Grafik sehe ich kein exponentielles Wachstum, ihr solltet den Begriff wechseln. Und ja, es handelt sich um Geldansprüche und Verbindlichkeiten als Paare. Trotzdem ist es kein Zinseszins, der hier ein Anwachsen der Geldmenge erzwingt. Die EZB pumpt seit Jahren Geld in den Markt, um eine Inflation und damit eine Konjunktur zu ermöglichen. Das hat aber offensichtlich nicht funktioniert, also scheint die Theorie nicht zu stimmen, auf der die EZB-Massnahmen basiert (war es Monetarismus? fällt mir gerade nicht ein, aber egal). Oder die Vorrausetzungen sind nicht gegeben, bei denen sie funktionieren würde.
    Nun gibt es zwar eine Nachfrage nach dem Geld der EZB (sonst wäre die Geldsumme nicht dermaßen angeschwollen), aber es wird nicht ausreichend für Investion oder Konsum in der Realwirtschaft eingesetzt. Nun kann man das von der Angebots- oder Nachfrageseite betrachen. Die Unternehmen investieren nicht zusätzlich, weil sie keine gesteigerte Nachfrage erwarten. Die privaten Haushalte wollen (oder können teilweise) nicht zusätzlich mehr konsumieren. Der Staat soll sparen. So zirkulieren beträchtliche Teile der Geldsumme relativ fruchtlos in der Finanzwirtschaft und eine Konjuktur kommt nicht in die Gänge.
    Die Ursache für das Anwachsen der Geldmenge bleibt aber die Nachfrage danach. Die kann auch zurückgehen unabhängig von irgendwelchen Zinseszinsen, die eh keine große Rolle spielen weil marginal. Falls wir überhaupt das gleiche unter dem Begriff verstehen, bin mir da mittlerweile nicht mehr so sicher.
    Der Zinseszins ist ein klassisches Beispiel für exponentielles Wachstum. Darum sind die Wachstumsraten bei der Gesamtverschuldung und den Geldvermögen eben auch exponentiell. Die Grafik sieht genauso aus, wie sie muss. Die verläuft übrigens in jeder Zinswirtschaft so. hier mal ein Vergleich zur Staatsverschuldung in den USA.

    oder Großbritannien:



    und hier eine Exponentialfunktion aus der Formelsammlung:



    Anhaltendes prozentuales Wachstum, wie es in einer Zinswirtschaft nun mal stattfindet und notwendig ist, damit die Wirtschaft funktioniert, ist eine schillernde Exponentialfunktion. Und da wundern sich manche „Ökonomen“ über Stagnation, Krise, Schuldenschnitt und Leute, die ihre gesamten Ersparnisse verlieren.


    Natürlich kann man sich mit Händen und Füßen gegen diese einfachen Zusammenhänge wehren, und komplett auf Durchzug schalten. Aber das hat in den 30er Jahren schon nichts geholfen. Die Folgen mussten trotzdem getragen werden. Gegen das was uns bevorsteht, war das allerdings ein Kindergeburtstag. Immerhin scheint man heute vernünftig zu werden. Bleibt zu hoffen, das die Zentralbanken die Liquiditätskosten in den Prozentbereich anheben und vor allem auf das Bargeld ausweiten. Dann kommen die blühenden Landschaften, die uns der Helmut damals versprochen hat. Andernfalls fahren wir zur Hölle.

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    Geändert von Eisbär (23.05.2020 um 12:24 Uhr)
    Wer die Zusammenhänge, Probleme und Lösungen unserer momentanen Wirtschaftsordnung verstehen möchte, sollte dieses Buch lesen:

    http://humanwirtschaftspartei.de/wp-...frage-nd-2.pdf

    "Der Rückgang des Zinsfußes ist ja bedauerlich vom Standpunkt der schon beschriebenen Seiten meines Sparkassenbuches, aber umso erfreulicher ist er vom Standpunkt der unbeschriebenen. Und diese sind bei weitem in der Mehrzahl." (Silvio Gesell)

  9. #529
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    Zitat Zitat von deralex Beitrag anzeigen
    Weil nur die Notenbank Geldscheine-/Münzen ausgeben durfte. Oder zumindest dieser Meinung war. Ich kenne die rechtlichen Grundlagfen dafür dort nicht in der Zeit.


    +1


    Hier lese ich nur eine Beschreibung heraus, keine Zustimmung.


    Ja, die Nennung von Senf habe ich erwartet
    +1


    Auch hier reine Beschreibung, keine Zustimmung. Würde ich auch gerade bei Mankiw als unwahrscheinlich betrachten.


    Danke für die Aufzählung, immerhin wurden von dir 2 Ökonomen gefunden.
    Das du keine Zustimmung siehst war mir klar, dein Motto: es kann nicht sein was nicht sein darf, wirst du nicht fallen lassen, dennoch gibt es zu Gesell keine Alternative.
    Die roten Socken sind grandios gescheitert und das Zinsgeld liegt in den letzten Zügen, die Zinsen sind negativ und die Bargeldsteuer wird nicht auf sich warten lassen, wir sprechen uns wieder selbe Welle, selbe Stelle, - versprochen!

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