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  1. #1
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    DOLANS hat diesen Thread gestartet
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    Standard Evaluation der Handwerksnovelle

    Mit der Novelle hatte der Gesetzgeber die Zahl der meisterpflichtigen Handwerke mehr als halbiert.

    Welche Auswirkungen hat man dadurch selbst erfahren oder im Bekanntenkreis?

    Hat das den Meister-Betrieben geschadet -

    und wie konnten "Kleinst-Selbstständige" sich dadurch etablieren?

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  2. #2
    Freiwirtschaftler Psw-Legende Avatar von Pommes

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    Zitat Zitat von DOLANS Beitrag anzeigen
    Mit der Novelle hatte der Gesetzgeber die Zahl der meisterpflichtigen Handwerke mehr als halbiert.

    Welche Auswirkungen hat man dadurch selbst erfahren oder im Bekanntenkreis?

    Hat das den Meister-Betrieben geschadet -

    und wie konnten "Kleinst-Selbstständige" sich dadurch etablieren?
    Es gibt einfach Gewerke da brauchts eine gewisse Berufserfahrung und Kenntnisse die über die eines Gesellen hinaus gehen.
    Wir haben damals sogar erst im zweiten Gesellenjahr den vollen Lohn bekommen, der Anmeldung zur Meisterprüfung mußten wenigstens zwei Gesellenjahre vorangehen, Ausnahmen gab's nur wenn es galt den elterlichen Betrieb zu übernehmen.
    Ich denke das es dem Handwerk eher schadet wenn jeder Hanswurst der mit hängen und würgen durch die Gesellenprüfung ist und den Brief mehr aus Mitleid gekriegt hat, dann hinterher auf die Kunden los gelassen wird und Sicherheitsrelevante Arbeiten ausführen muß.
    Kleinst-Selbstständige konnten sich noch nie etablieren, meistens werden sie als Subunternehmer total beschissen oder sie arbeiten am Fiskus vorbei.

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    Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen.“
    Silvio Gesell
    Der Systemfehler Kn=K0(1+p/100)^n
    Hier geht's zum Freigeld http://userpage.fu-berlin.de/~roehri...ll/nwo/nwo.pdf

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  3. #3
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    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    Es gibt einfach Gewerke da brauchts eine gewisse Berufserfahrung und Kenntnisse die über die eines Gesellen hinaus gehen.
    Wir haben damals sogar erst im zweiten Gesellenjahr den vollen Lohn bekommen, der Anmeldung zur Meisterprüfung mußten wenigstens zwei Gesellenjahre vorangehen, Ausnahmen gab's nur wenn es galt den elterlichen Betrieb zu übernehmen.
    Ich denke das es dem Handwerk eher schadet wenn jeder Hanswurst der mit hängen und würgen durch die Gesellenprüfung ist und den Brief mehr aus Mitleid gekriegt hat, dann hinterher auf die Kunden los gelassen wird und Sicherheitsrelevante Arbeiten ausführen muß.
    Kleinst-Selbstständige konnten sich noch nie etablieren, meistens werden sie als Subunternehmer total beschissen oder sie arbeiten am Fiskus vorbei.
    Sehe ich auch so !

    Ich denke, das hier die finanzstaatlichen Interessen des Staates vorrangig waren,
    als die qualifizierte Ausbildung und Anerkennung durch den Abschluß eines Meister-Brief.

    Dürfte auch die heutige Misere der fehlenden Fachkräfte sein, die damals 2006 durch diese Gesetze eingeläutet wurden.

    Wir wissen alle, viele Meisterbetriebe sind nicht an dem handwerklichen Können gescheitert, meistens aus dem kaufmännischen Bereich!

    Und wenn ich bedenke, das die Handwerkskammer erklärt, den Austausch von 6 Fliesen nur von einem Fliesenleger-Meisterbetrieb ausgeführt werden darf,
    es wäre sonst Schwarzarbeit, (München)

    dann wissen wir auch, auf welchem "Niveau" das deutsche Handwerkssystem "gearbeitet" hat.

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  4. #4
    Freiwirtschaftler Psw-Legende Avatar von Pommes

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    Zitat Zitat von DOLANS Beitrag anzeigen
    Sehe ich auch so !

    Ich denke, das hier die finanzstaatlichen Interessen des Staates vorrangig waren,
    als die qualifizierte Ausbildung und Anerkennung durch den Abschluß eines Meister-Brief.

    Dürfte auch die heutige Misere der fehlenden Fachkräfte sein, die damals 2006 durch diese Gesetze eingeläutet wurden.

    Wir wissen alle, viele Meisterbetriebe sind nicht an dem handwerklichen Können gescheitert, meistens aus dem kaufmännischen Bereich!

    Und wenn ich bedenke, das die Handwerkskammer erklärt, den Austausch von 6 Fliesen nur von einem Fliesenleger-Meisterbetrieb ausgeführt werden darf,
    es wäre sonst Schwarzarbeit, (München)

    dann wissen wir auch, auf welchem "Niveau" das deutsche Handwerkssystem "gearbeitet" hat.
    Schwarzarbeit isses erst wenn du da Geld für gekriegt hast, ansonsten isses Nachbarschaftshilfe.
    Was du an Arbeiten für dich selbst erledigst hat sowieso niemanden zu interessieren, das kannst du die Fliesen von mir aus mit nem Bagger austauschen.
    Wenn du dir aber in deine Hütte eine selbst gebaute Treppe schraubst und die Bude dann vermietest, hast du ein ernst zu nehmendes Problem wenn dritten durch dein Werk Schaden entsteht.
    Der Meisterbetrieb ist dagegen versichert, du nicht.
    Fehlende Fachkräfte resultieren einfach aus zu schlechter Bezahlung.
    Manche Gewerke haben, und das ist nicht erst seit kurzem so, fachpraktisch und fachtheoretisch wenigstens denselben Anspruch wie so manche akademische Disziplin, werden aber dennoch schlecht bezahlt.
    Junge Menschen die den Anforderungen des Handwerks entsprechen, dürfen also keine Deppen sein und da liegt der Hase im Korn, wer nämlich was im Kopp hat und obendrein auch noch seine Feinmotorik im Griff hat, der will das auch auf der Lohnabrechnung sehen.

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  5. #5
    aktives Forenmitglied Avatar von Max97

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    Ich kenne welche die haben früher trotz Meister Titel eine Firma gestartet und gingen pleite ( keiner gezahlt) und einen der hats komplett als quereinstieg gemacht und hat jetzt einen guten namen mit seiner firma.

    Um sich überhaupt selbstständig erfolgreich zu sein(egal ob Meister oder was immer), muss man Erfahrungen haben als selbstständiger sonst geht man ganz schnell pleite und sieht das Geld trotz Leistung nie wieder.
    Zb. Ein Kunde beauftragt dich, man arbeitet und dann sag der Kunde der kann nicht zahlen, abbauen darf man nicht weil es sonst Hausfriedensbruch ist und klagen geht schwer wenn die Person sich Insolvenz meldet.
    Beispiel 2: der Kunde beauftragt ein ing. Der beauftragt dich und dann arbeitet ihr, der ing. Meldet Insolvenz an und ihr habt für nix gearbeitet und der Kunde hat nichts damit zu tun also kann man ihn nicht belangen.

    Es liegt oft an finanziellen das Firmen pleite gehen ob mit oder ohne meister.

    Vorallem glaub ich mehr die haben die MeisterPflicht aus den gründen abgeschafft:
    Preis drücken.
    Quereinstieg eine Möglichkeit geben.
    Arbeitsplätze durch Facharbeiter schaffen.

    Wobei es nicht schlecht sein muss, wenn es ein Facharbeiter macht oder quereinstieg.
    Der als quereinstieg seine GummiBau Firma gegründet hat, hat Bäcker gelernt und auch nur quereinsteiger drinnen gehabt, die konnten ja es gut und waren durch die jahrelange Arbeit erfahrener geworden als manche gelernten baufirmen.

    Vorallem hat der Meister jetzt eine andere Funktion die eher der Überwachung statt der Arbeit dient.

    Vorallem wird man ja jetzt oft so gut ausgebildet das man schon am Anfang als Facharbeiter zählt aber es tut gut wenn Leute danach mal mindestens 1 Jahr arbeiten.

    Ich hoffe mal ich konnte mit mein Beitrag dir etwas helfen.

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    Geändert von Max97 (08.11.2018 um 04:00 Uhr)

  6. #6
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    Zitat Zitat von Max97 Beitrag anzeigen
    Ich kenne welche die haben früher trotz Meister Titel eine Firma gestartet und gingen pleite ( keiner gezahlt) und einen der hats komplett als quereinstieg gemacht und hat jetzt einen guten namen mit seiner firma.

    Um sich überhaupt selbstständig erfolgreich zu sein(egal ob Meister oder was immer), muss man Erfahrungen haben als selbstständiger sonst geht man ganz schnell pleite und sieht das Geld trotz Leistung nie wieder.
    Zb. Ein Kunde beauftragt dich, man arbeitet und dann sag der Kunde der kann nicht zahlen, abbauen darf man nicht weil es sonst Hausfriedensbruch ist und klagen geht schwer wenn die Person sich Insolvenz meldet.
    Beispiel 2: der Kunde beauftragt ein ing. Der beauftragt dich und dann arbeitet ihr, der ing. Meldet Insolvenz an und ihr habt für nix gearbeitet und der Kunde hat nichts damit zu tun also kann man ihn nicht belangen.

    Es liegt oft an finanziellen das Firmen pleite gehen ob mit oder ohne meister.

    Vorallem glaub ich mehr die haben die MeisterPflicht aus den gründen abgeschafft:
    Preis drücken.
    Quereinstieg eine Möglichkeit geben.
    Arbeitsplätze durch Facharbeiter schaffen.

    Wobei es nicht schlecht sein muss, wenn es ein Facharbeiter macht oder quereinstieg.
    Der als quereinstieg seine GummiBau Firma gegründet hat, hat Bäcker gelernt und auch nur quereinsteiger drinnen gehabt, die konnten ja es gut und waren durch die jahrelange Arbeit erfahrener geworden als manche gelernten baufirmen.

    Vorallem hat der Meister jetzt eine andere Funktion die eher der Überwachung statt der Arbeit dient.

    Vorallem wird man ja jetzt oft so gut ausgebildet das man schon am Anfang als Facharbeiter zählt aber es tut gut wenn Leute danach mal mindestens 1 Jahr arbeiten.

    Ich hoffe mal ich konnte mit mein Beitrag dir etwas helfen.
    Heute setzt die Industrie die Maßstäbe, gutes ehrwürdiges Handwerk geht dabei vor die Hunde und mit ihm natürlich auch der klassische Meister.

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