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  1. #141
    Avatar von golomjanka
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    Zitat Zitat von Metadatas Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt schaue ich mittlerweile hauptsächlich auf die Arbeit selbst
    Sofern Zugang besteht und man erahnen kann, wo Gewünschtes gerade abgeliefert, bzw. eingelagert wird. Es ist ja schon schwer, die wenigen Verlage für wissenschaftliche Arbeiten zu finden, die seriös arbeiten und Eingereichtes überprüfen. Absurd angesichts der Mögichkeiten der Erkenntnispräsentation ist die Realität der Verbreitung. Berge voll Müll versperren den Weg.
    Die Titelinflation in der Medizin ist ärgerlich. Aber immerhin hoffe ich, dass die Träger wenigstens substanzielle Kenntnisse des aktuellen Wissenstandes haben, wenn sie auch nichts dazu fügen (wie es beim Dr. eigentlich sein sollte)
    Die echte Top-Riege des Titel-Grauens sehe ich aber in anderen Bereichen: Juristerei, Theologie, Kulturwissenschaft und uneinholbar thronend auf Platz 1: die Wirtschaftswissenschaften. Was dort abläuft ist beschämend. Ganze Unis sind im privatem Sponsoring des Kapitals, ideologisch verseucht.

    Über die Philosophen unserer Tage muss man überhaupt kein Wort mehr verlieren. Ob mit Titel oder gar Inhaber einer Professur. Man höre sich den Vorzeige-Jüngling der letzten Jahre an, Markus Gabriel, und weiß, dass vollständiger inhaltlicher Kontrollverlust (gemessen an wissenschaftlichen Erkenntnissen) herrscht. Wer seinen veralteten Blödsinn am ernsthaftesten vorträgt, ist der Sieger.


    https://www.youtube.com/watch?v=pAYb4ADfIrg

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    "Darüber hinaus vermitteln Gewaltfantasien allein dadurch, dass eine Verhaltensmöglichkeit mental durchgespielt wird, ein Kontrollempfinden und reduzieren daher das Stressempfinden." (vgl. Averill, 1973)

  2. #142
    Avatar von Metadatas

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    Zitat Zitat von golomjanka Beitrag anzeigen
    Sofern Zugang besteht und man erahnen kann, wo Gewünschtes gerade abgeliefert, bzw. eingelagert wird. Es ist ja schon schwer, die wenigen Verlage für wissenschaftliche Arbeiten zu finden, die seriös arbeiten und Eingereichtes überprüfen. Absurd angesichts der Mögichkeiten der Erkenntnispräsentation ist die Realität der Verbreitung. Berge voll Müll versperren den Weg.
    Die Titelinflation in der Medizin ist ärgerlich. Aber immerhin hoffe ich, dass die Träger wenigstens substanzielle Kenntnisse des aktuellen Wissenstandes haben, wenn sie auch nichts dazu fügen (wie es beim Dr. eigentlich sein sollte)
    Die echte Top-Riege des Titel-Grauens sehe ich aber in anderen Bereichen: Juristerei, Theologie, Kulturwissenschaft und uneinholbar thronend auf Platz 1: die Wirtschaftswissenschaften. Was dort abläuft ist beschämend. Ganze Unis sind im privatem Sponsoring des Kapitals, ideologisch verseucht.

    Über die Philosophen unserer Tage muss man überhaupt kein Wort mehr verlieren. Ob mit Titel oder gar Inhaber einer Professur. Man höre sich den Vorzeige-Jüngling der letzten Jahre an, Markus Gabriel, und weiß, dass vollständiger inhaltlicher Kontrollverlust (gemessen an wissenschaftlichen Erkenntnissen) herrscht. Wer seinen veralteten Blödsinn am ernsthaftesten vorträgt, ist der Sieger.


    https://www.youtube.com/watch?v=pAYb4ADfIrg
    Die meisten Wirtschaftswissenschaftler sind im klassischen Sinne ja eigentlich sowieso keine Akademiker mehr. Ein Bachelor in BWL (egal ob Uni, FH oder was auch immer) und seinen unzählbar gewordenen Unterspezifikationen ist eigentlich eine bessere kaufmännische Ausbildung nur ohne den praktischen Anteil und dementsprechende Routine in ReWe.... Deswegen steigen ja auch die Einarbeitungszeiten ständig. Durch die noch viel größere Masse an Master Angeboten schaue ich schon lange nicht mehr durch, weswegen ich vor meinem Ruhestand auch dazu übergegangen bin, nach spezifischen Scheinen (heute dann in Form von Credits) Personalauswahl zu betreiben. Die Modulhandbücher sämtlicher Bewerbungen durchzusehen ist nicht sinnvoll.
    Mein Eindruck ist, dass es noch ein paar gute forschungsorientierte Unis für den Bereich gibt, wenn auch eher in der VWL, mit den bekannten ideologischen Kreisen und ansonsten sind das vor allem auf Ausschuss produzierende Massenstudiengänge. An meiner Alma Mater (LMU), sind heute über 1000 Bachelor Plätze pro Semester allein für BWL ausgeschrieben, eine qualitative wissenschaftliche Ausbildung ist da nicht mehr möglich. Ich vermute auch, dass mit dieser Exzellenzinitiative dieses Problem noch schlimmer werden wird.
    Gegen Theologie kann ich wenig sagen, das ist praktisch das älteste Fach und bildet für einen geschlossenen Markt aus, die sind mir irgendwie egal, habe aber auch null Kontakt in deren akademische Ausbildung.
    Philosophie halte ich grundsätzlich eigentlich für ein nach wie vor vernünftiges Fach, sofern die methodische Ausbildung entsprechend ist. Mit einer in Erkenntnistheorie spezialisierten Arbeit kann man durchaus viel ordentliche Forschungsarbeit betreiben, Problem wie in allen Geistes- und Kulturwissenschaften ist die absurde ideologische Durchsetzung.

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    Die Komplexität der Welt ist beeindruckend,
    die Mathematik ist der Weg sie zu ergründen,
    Wissen der Weg sie zu erhalten.

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