+ Antworten
Seite 4 von 5 ErsteErste ... 2345 LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 47
  1. #31
    Avatar von Cotti

    Registriert
    28.04.2016
    Zuletzt online
    Heute um 14:12
    Beiträge
    5.033
    Themen
    9

    Erhalten
    1.585 Tops
    Vergeben
    29 Tops
    Erwähnungen
    86 Post(s)
    Zitate
    4816 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von golomjanka Beitrag anzeigen
    Mehr Gehalt/ Lohn hat ein Arbeiter, wenn es direkte Lohn und Gehaltssteigerung gibt.
    Mehr Netto-Einkommen aus Lohn, wenn er (also der Arbeiter) steuer- und abgabenentlastet wird und nicht das Kapital.
    "Steuern auf Arbeit" ist für mich logischerweise auch die Einkommenssteuer.

    1 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.
    "Live long and prosper!" \\//

  2. #32
    Avatar von golomjanka
    Restrisikoanalyst
     


    Registriert
    28.04.2015
    Zuletzt online
    Heute um 22:53
    Beiträge
    22.835
    Themen
    145

    Erhalten
    9.095 Tops
    Vergeben
    12.383 Tops
    Erwähnungen
    397 Post(s)
    Zitate
    16007 Post(s)

    Standard

    Eine Steuerdiskussion ohne Genauigkeit macht keinen Sinn. Ich habe aber eigentlich auch kein Interesse an einer solchen. Gruß.

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

  3. #33
    Avatar von sportsgeist

    Registriert
    12.08.2015
    Zuletzt online
    Heute um 22:53
    Beiträge
    22.383
    Themen
    6

    Erhalten
    2.847 Tops
    Vergeben
    560 Tops
    Erwähnungen
    244 Post(s)
    Zitate
    20210 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von New York Beitrag anzeigen
    Offenbar haben wir einen völlig unterschiedlichen Blickwinkel. Rechte Politik kann ich zurzeit nur von der AfD erkennen.
    definiere: "rechte Politik"

    sollte man darunter Angebotspolitik verstehen, ist das keine rechte Politik
    Angebotspolitik ist klassische liberale Politik

    sollte man darunter Abschottungspolitik verstehen, schon eher ...

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

  4. #34
    Ich habe dich im Blick Avatar von Starfix
    Jenseits des Mainstreams!
     


    Registriert
    30.09.2008
    Zuletzt online
    Heute um 21:49
    Beiträge
    8.117
    Themen
    160

    Erhalten
    2.193 Tops
    Vergeben
    811 Tops
    Erwähnungen
    76 Post(s)
    Zitate
    5134 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Cotti Beitrag anzeigen
    "Steuern auf Arbeit" ist für mich logischerweise auch die Einkommenssteuer.
    Einkommensteuern kommt einer Strafe oder Raub gleich, wir brauchen Verbrauchs und Kapitalertragssteuern.

    1 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.
    Ein Zins um sie alle zu knechten, sie zu finden, sie ins Dunkel zu treiben und sie ewig zu binden.

    Ich leide unter Legasthenie und mache deshalb zahlreiche Orthografische Fehler, wer solche Fehler findet, darf dieses Behalten und selbst anwenden.

  5. #35
    Avatar von sportsgeist

    Registriert
    12.08.2015
    Zuletzt online
    Heute um 22:53
    Beiträge
    22.383
    Themen
    6

    Erhalten
    2.847 Tops
    Vergeben
    560 Tops
    Erwähnungen
    244 Post(s)
    Zitate
    20210 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Starfix Beitrag anzeigen
    Einkommensteuern kommt einer Strafe oder Raub gleich, wir brauchen Verbrauchs und Kapitalertragssteuern.
    vor allem brauchen wir eine gerechte Gesamtsteuerlast zwischen starken und schwachen Schultern, und das bildet das jetzige Steuersystem durchaus gut ab.
    Kein Wunder, es wurde ja auch 70 Jahre lang daran herumgefeilt, da wird man die optimale Balance ja wohl irgendwann mal erwischen ...

    letzter verbliebener Diskussionsgrund sind die Bemessungsgrundlagen, aber dazu gibt der deutsche Fiskus jedes Jahr einen ganzen ottokatalogdicken Wälzer an Änderungen heraus ...
    ... inzwischen so verwirrend und in sich selbst widersprechend, dass viele Unternehmen nur noch kopfschüttelnd abwinken

    Apparatschiks und Bürokraten am Werk in Vollendung eben ...

    aber das gehört halt in die heutige Zeit dieses hoffnungslosen Kommandosuperstaats und der hoffnungslosen Überregulierung

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

  6. #36
    Ich habe dich im Blick Avatar von Starfix
    Jenseits des Mainstreams!
     


    Registriert
    30.09.2008
    Zuletzt online
    Heute um 21:49
    Beiträge
    8.117
    Themen
    160

    Erhalten
    2.193 Tops
    Vergeben
    811 Tops
    Erwähnungen
    76 Post(s)
    Zitate
    5134 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von sportsgeist Beitrag anzeigen
    vor allem brauchen wir eine gerechte Gesamtsteuerlast zwischen starken und schwachen Schultern, und das bildet das jetzige Steuersystem durchaus gut ab.
    Kein Wunder, es wurde ja auch 70 Jahre lang daran herumgefeilt, da wird man die optimale Balance ja wohl irgendwann mal erwischen ...

    letzter verbliebener Diskussionsgrund sind die Bemessungsgrundlagen, aber dazu gibt der deutsche Fiskus jedes Jahr einen ganzen ottokatalogdicken Wälzer an Änderungen heraus ...
    ... inzwischen so verwirrend und in sich selbst widersprechend, dass viele Unternehmen nur noch kopfschüttelnd abwinken

    Apparatschiks und Bürokraten am Werk in Vollendung eben ...

    aber das gehört halt in die heutige Zeit dieses hoffnungslosen Kommandosuperstaats und der hoffnungslosen Überregulierung
    Ja die Bonzen müssen auf jeden Fall viel mehr als heute bezahlen.

    1 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.
    Ein Zins um sie alle zu knechten, sie zu finden, sie ins Dunkel zu treiben und sie ewig zu binden.

    Ich leide unter Legasthenie und mache deshalb zahlreiche Orthografische Fehler, wer solche Fehler findet, darf dieses Behalten und selbst anwenden.

  7. #37
    Rotinquisitor Premiumuser +
    Redwing hat diesen Thread gestartet
    Avatar von Redwing
    Im Zustand der Systemresistenz
     


    Registriert
    13.05.2013
    Zuletzt online
    Heute um 22:49
    Beiträge
    2.469
    Themen
    17

    Erhalten
    1.036 Tops
    Vergeben
    740 Tops
    Erwähnungen
    130 Post(s)
    Zitate
    1647 Post(s)

    Standard

    Es wird Zeit, doch noch einmal nachzulegen, doch zunächst möchte ich auch hier meinem Kommentar zu Junckers faulem Deal Geltung verschaffen, den ich ohnehin zunächst hier posten wollte:
    Wollte dieser niederträchtige, vertrottelte Junker nicht längst sein Amt niedergelegt haben, oder müssen wir, wie bei der kriegslüsternen Schrumpelfritte McCain, echt darauf hoffen, daß der Kerl alsbald vom Tod des Amtes enthoben bzw. mit aller Kraft vom Chefsessel abgezogen wird? Wie der sich da zum Vasallen gemacht hat vor der Trumpet - und so mit einschleimendem Trump-Jargon von wegen, sie hätten einen Deal gemacht -, nur weil er seinen Marktgötzen, zu dem er betet, in Gefahr sah, das ist schon erbärmlich. Eine verschlagene, betuchte Bazille, die mal wieder das ganze Eurovolk für ihre kranken Marktsektierereien und ein paar persönliche Vorteile verhökert hat. Er, der große Retter des Handelsfriedens; daß ich nicht lache. Und was öffnet das Schwein Tür und Tor dafür: der Massenzerstörung und -verseuchung in den USA durch Frackingmist und diesem ganzen Gendreck noch dazu. Dabei liegen mannigfaltig Öl und Gas gleich nebenan; man müßte sich dazu nur nicht von den Ami-Kriegstreibern gegen Rußland aufhetzen lassen. Aber gewisse europäische Re-gier-ungen sind und bleiben erbärmliche Vasallen und willige US-Pufferzone, die springen, wenn Herrchen aus Übersee hopp sagt. 8-P Wirklich Konkretes hat The Trumpet natürlich, wie üblich, nicht angeboten, aber selbst dafür wird der kleine Juncker schon hechelnd "Oh, danke!" gesagt und diverse Zusagen gemacht haben. Und alles, was auch nur vage wie TTIP ist, ist und bleibt darwinistischer Dreck, der die Abwärtsspirale der Lebensqualität überall, außer für Bonzen, noch schneller dreht in diesem Dumpingwettbewerbswahn.

    Ferner möchte ich auf die künstlich echauffiert kritisierte Aussage Trumps zu sprechen kommen, die Welt sei eine Arena, auch bzw. gerade in Bezug auf die Wirtschaft. Und ich sage, einmal mehr spricht er einfach frank und frei aus, was längst Realität ist. Während die meisten anderen kapitalistischen Marktsektierer ja immer gerne mit ihrer Heititeititüütüü-Propaganda und Marktromantik, wir seien alles eine globale Familie und arbeiten zu unser aller Vorteil zusammen und bla bla kommen, sagt er ganz einfach, wie es ist. Er meint es natürlich nicht unbedingt kritisch, sondern ist selbst dreister Teil davon, aber es ist dennoch nicht weniger wahr. Dieses kranke System ist ein einziges Gegen- und nicht Miteinander. Es ist Wettbewerbswahn, wo jede scheiß Firma in Konkurrenz zueinander steht, wenn es auch nur vage um dasselbe Produkt/dieselbe Dienstleistung geht. Jeder armselige Arbeitnehmer soll sich als bester verkaufen, wenn er vor Cheffe um einen Job bettelt, und sich von anderen positiv abheben, soll sich selbst besser darstellen. Und natürlich gilt das auch im Großen. Die Nationen betteln bei den Global Vampires um den Zuschlag und pampern die heimische Wirtschaft, indem ein möglichst bequemes Bettchen mit möglichst wenigen "störenden Faktoren" wie etwa Arbeitnehmerrechten oder Sozialleistungen, die den Druck auf Arbeitszwang schmälern könnten, bereitet wird. Und natürlich versucht jede Re-gier-ung, sofern sie nicht ohnehin bloß aus völligen Volksverkäufern besteht, die nur ihr eigenes kurzfristiges Süppchen kochen und ihre eigene Profitmaximierung im Sinne haben, der lokalen Wirtschaft einen Vorteil zu verschaffen. Das ist ein darwinistisches System der wenigen Gewinner und vielen Verlierer - im Großen wie im Kleinen. Es ist also völlig vernebelndes Bla Bla, wenn da von der Partnerschaft a la EU-USA, die allen in gleichem Maße nütze, gesprochen wird oder irgendwer sagt, er will die überragende Mehrheit von Dritte-Welt-Staaten zu ernsthaften Konkurrenten aufbauen. Der totale Blödsinn. Die EU will in erster Linie ihren eigenen Scheiß verkaufen, statt der Konkurrenz das zu gönnen, die USA wollen dasselbe, und beide wollen bestimmt keine zusätzlichen Mitbewerber aus Afrika und Co.. Die wollen zusätzliches Vieh, keine zusätzlichen Bauern. The Trumpet hat Recht: Es IST eine Arena, in der jeder gegen jeden kämpft und den anderen vielleicht nur soweit am Leben erhalten will, daß er als Handelspartner nicht total flach fällt. Und das ist nicht erst seit Trump so. Und es ist auch nicht erst seit ihm so, daß America first gilt. So hat dieses imperialistische Krebsgeschwür seit jeher gehandelt. Er spricht diese unliebsame Tatsache nur endlich offen aus. Und da fangen dann die kleinen Marktsektiererlein an zu heulen; könnten sie doch von der breiten Masse endlich durchschaut werden oder bricht am Ende gar manch Lüge gegenüber sich selbst zusammen... 8-)

    Zitat Zitat von Debitist Beitrag anzeigen
    Aber sieh ein, dieses Forum ist kein Abfalleimer für unüberlegte kurzfristige geistige Sekretionen.
    Texte wie dieser oder meine Flaggtexte sind ein Highlight des Forums und suchen hier und auch anderenorts ihresgleichen, du kleiner Naseweis, und wenn nicht in einem Politforum, wo sonst soll ich politische Ideen posten? 8-/ Die größeren Systemmedien kommen wohl nicht in Frage; das wird gefiltert, und ich habe auch nicht genug Kohle, mir ausreichend Einfluß zu kaufen, so wie das Bonzengeschmeiß mit seiner propagierten Politik gegen die 99%. ;-P

    Falls Du noch sehr jung bist, beschwere Dich net.
    Hast ja noch viel Zeit.
    Ich kann mich beschweren, so oft ich will, und habe verdammt Grund dazu. Und mit angehenden 40 habe ich NICHT mehr ewig Zeit darauf zu warten, bis bei einer medial und erzieherisch verblödeten, sadomasochistischen Mehrheit endlich der Groschen fällt. Wohl aber noch genug Zeit, das auf die beschleunigte progressivere Art anzugehen... 8-/

    Und es kann ja sein, dass es noch viel schlimmer ist, als Du glaubst.
    Na, das müßte dann aber VERDAMMT schlimm sein... :-0

    Schließt die Arena, überwindet konsequent das bösartige System! 8-)

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.
    Geändert von Redwing (07.08.2018 um 22:55 Uhr)
    Stoppt die Diktatur der reichen Minderheit!

  8. #38
    Mythbuster Avatar von Wehrwolf

    Registriert
    21.07.2014
    Zuletzt online
    02.11.2018 um 08:07
    Beiträge
    2.864
    Themen
    0

    Erhalten
    538 Tops
    Vergeben
    14 Tops
    Erwähnungen
    28 Post(s)
    Zitate
    2689 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von sportsgeist Beitrag anzeigen
    so lange Heiner Flassbeck und du ihre alltägliche immerselbe Gebetsmühle vom "begar thy neighbor" nicht einfach mal plausibel erklären, erläutern und belegen, bleibt das ein reiner Wust an Behauptungen ...

    einige Behauptungen eines Heiner Flassbeck widerfinde ich in der realen Welt und kann sie bestätigen
    viele widerfinde ich nicht ... und nu ??!!
    Was genau ist Dir an Flassbecks Argumentation unklar? Das was ich bis jetzt von ihm gehört und gelesen habe ist absolut logisch und real beobachtbar.

    Zitat Zitat von sportsgeist
    wir sind "nur" 80 Millionen
    wir können nicht jedes der zehntausenden Produkte der Welt gleich qualitativ gut, gleich effizient, gleich produktiv, gleich wirtschaftlich und damit gleich konkurrenzfähig, herstellen ...

    ... daher gibt es moderne globale Arbeitsteilung
    die Einen können das besser, die Anderen dafür was anderes
    und am Schluß wird getauscht ...
    Du spielst offenbar auf Ricardos Theorie der komparativen Kostenvorteile an:

    Zitat Zitat von Bundeszentrale für politische Bildung
    Die von David Ricardo (* 1772, † 1823) entwickelte Theorie der komparativen Kosten besagt, dass sich jedes Land auf Produktion und Export derjenigen Güter spezialisieren sollte, die es mit dem kleinsten absoluten Kostennachteil (relativer komparativer Kostenvorteil) produzieren kann. Außenhandel lohnt sich denmnach auch, wenn ein Land bei der Produktion aller Güter dem Ausland unterlegen ist. Werden die Produktionskosten zweier Güter für zwei Länder miteinander verglichen, so kann das Land mit den für beide Güter zusammen absolut höheren Produktionskosten trotzdem ein günstigeres Kostenverhältnis haben, nämlich den komparativen Kostenvorteil, der seine Ursache in Produktivitätsunterschieden oder unterschiedlicher Ausstattung mit Produktionsfaktoren haben kann.

    http://www.bpb.de/nachschlagen/lexik...arative-kosten
    Das Problem dabei ist das Ricardo dabei Gegebenheiten unterstellt die es in der Realität nicht gibt. In diesem Modell darf weder das Kapital noch die Arbeitskräfte mobil sein und alle Produktionsressourcen müssen zu 100% ausgelastet sein. In der Realität trifft keine der 3 Prämissen zu.

    In der Eurozone kann man ganz gut sehen was wirklich passiert. In dem Land mit den niedrigsten Lohnstückkosten (nicht Nominallöhnen!) fahren bei Wegfall aller Ausgleichsmechanismen (Zölle,Wechselkursanpassungen) die Produzenten die Auslastung der Betriebe hoch. Sie können also mit annähernd gleichem Kapitaleinsatz einen höheren Anteil der Nachfrage am gemeinsamen Markt bedienen und somit ihren Gewinn steigern.

    Sobald sich die Auslastung der 100% nähert werden sie ihre Produktionskapazitäten erweitern, also mehr Maschinen kaufen und mehr Arbeiter einstellen. Den Arbeitskräftebedarf können sie zunächst aus dem verfügbaren Binnenangebot decken, aber irgendwann sind alle Arbeitslosen in Lohn und Brot (bei Ricardo existieren Arbeitslose sowieso nicht). Aber auch das ist kein Problem denn in den anderen Ländern verlieren die Firmen im gleichen Segment Marktanteile und müssen Personal entlassen. Nach Ricardos Auffassung bleiben die Spezialisten in ihrem Land und lernen einfach etwas anderes, in der Wirklichkeit ziehen sie dorthin wo ihre Fähigkeiten gefragt sind. Der Braindrain von spanischen, italienischen und griechischen Fachleuten in Richtung Deutschland ist empirisch nachweisbar.

    Beggar thy neighbor bedeutet also das sich ohne Gegenmaßnahmen in einem freien gemeinsamen Markt das Land mit den niedrigsten Löhnen im Verhältnis zur Produktivität sowohl an der Nachfrage als auch am Fachkräfteangebot seiner Partnerländer bedient. Wenn das niemand unterbindet führt das zwangsläufig zum Zusammenbruch des gemeinsamen Wirtschaftsraums und schweren wirtschaftlichen Schäden in den beteiligten Ländern.

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

  9. #39
    Avatar von sportsgeist

    Registriert
    12.08.2015
    Zuletzt online
    Heute um 22:53
    Beiträge
    22.383
    Themen
    6

    Erhalten
    2.847 Tops
    Vergeben
    560 Tops
    Erwähnungen
    244 Post(s)
    Zitate
    20210 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Wehrwolf Beitrag anzeigen
    Was genau ist Dir an Flassbecks Argumentation unklar? Das was ich bis jetzt von ihm gehört und gelesen habe ist absolut logisch und real beobachtbar.



    Du spielst offenbar auf Ricardos Theorie der komparativen Kostenvorteile an:



    Das Problem dabei ist das Ricardo dabei Gegebenheiten unterstellt die es in der Realität nicht gibt. In diesem Modell darf weder das Kapital noch die Arbeitskräfte mobil sein und alle Produktionsressourcen müssen zu 100% ausgelastet sein. In der Realität trifft keine der 3 Prämissen zu.

    In der Eurozone kann man ganz gut sehen was wirklich passiert. In dem Land mit den niedrigsten Lohnstückkosten (nicht Nominallöhnen!) fahren bei Wegfall aller Ausgleichsmechanismen (Zölle,Wechselkursanpassungen) die Produzenten die Auslastung der Betriebe hoch. Sie können also mit annähernd gleichem Kapitaleinsatz einen höheren Anteil der Nachfrage am gemeinsamen Markt bedienen und somit ihren Gewinn steigern.

    Sobald sich die Auslastung der 100% nähert werden sie ihre Produktionskapazitäten erweitern, also mehr Maschinen kaufen und mehr Arbeiter einstellen. Den Arbeitskräftebedarf können sie zunächst aus dem verfügbaren Binnenangebot decken, aber irgendwann sind alle Arbeitslosen in Lohn und Brot (bei Ricardo existieren Arbeitslose sowieso nicht). Aber auch das ist kein Problem denn in den anderen Ländern verlieren die Firmen im gleichen Segment Marktanteile und müssen Personal entlassen. Nach Ricardos Auffassung bleiben die Spezialisten in ihrem Land und lernen einfach etwas anderes, in der Wirklichkeit ziehen sie dorthin wo ihre Fähigkeiten gefragt sind. Der Braindrain von spanischen, italienischen und griechischen Fachleuten in Richtung Deutschland ist empirisch nachweisbar.

    Beggar thy neighbor bedeutet also das sich ohne Gegenmaßnahmen in einem freien gemeinsamen Markt das Land mit den niedrigsten Löhnen im Verhältnis zur Produktivität sowohl an der Nachfrage als auch am Fachkräfteangebot seiner Partnerländer bedient. Wenn das niemand unterbindet führt das zwangsläufig zum Zusammenbruch des gemeinsamen Wirtschaftsraums und schweren wirtschaftlichen Schäden in den beteiligten Ländern.
    die umgekehrte These scheitert aber ebenso an der Realität.
    und das noch viel einfacher und plausibler:

    trotz Klimawandel und Rekordsommer ist nicht davon auszugehen, dass Deutschland demnächst ein ausgesprochener Kaffee- oder Bananenanbaustandort werden wird, wir werden also den klassischen Kaffee- und Bananenanbaugebieten dieser Welt irgend etwas aus unserem Segment, auf das wir uns spezialisiert haben, anbieten müssen, damit sie mit uns tauschen ...

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

  10. #40
    Stammuser

    Registriert
    28.01.2015
    Zuletzt online
    23.08.2018 um 13:03
    Beiträge
    226
    Themen
    0

    Erhalten
    55 Tops
    Vergeben
    1 Tops
    Erwähnungen
    0 Post(s)
    Zitate
    238 Post(s)

    Standard

    Ja, wieso auch nicht? Spricht nichts dagegen, Sachen in die Welt zu verkaufen, solange man halt auch bereit ist, in etwa so viel zurückzukaufen. Hab ich als Land ja nix davon, wenn ich haufenweise Forderungen aufbaue, die später entwertet werden, sei es nun durch Währungsabwertung oder dadurch, dass sie nicht mehr bedient werden.

    1 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

Ähnliche Themen

  1. Wir haben heute ein Hoch-lebe zu verteilen.....,
    Von bejaka im Forum Politik- & Geschichtswissenschaft
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 10.08.2018, 16:54

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Links

Nach oben