Ergänzung zum "Alten Friedrichstadtpalast":

"Alter Friedrichstadtpalast" 1972


Der "Alte Friedrichstadtpalast" stand zwischen Friedrichstraße, Am Schiffbauerdamm, Am Zirkus und der Reinhardtstraße, nahe dem "Berliner Ensemble" (BE, "Brechttheater)
Er wurde ursprünglich als Markthalle erbaut, was an der Architektur auch nach allen Umbauten erkennbar blieb (z.B. eiserne Säulen im Zuschauerraum).
Es war dann Waffenarsenal und wurde nach dem Krieg 1870/71 zum Zirkus umgebaut (daher heute noch die Straße "Am Zirkus", zuvor "Markthallenstraße").
Später ließ der berühmte Zirkusdirektor Renz sogar die unter dem Gebäude fließende Panke für "Wassernummern" öffnen (eine Reminiszenz daran ist das Wasserbecken für Revue-Vorstellungen im "Neuen Friedrichstadtpalast") 1918 endete die Nutzung als inzwischen "Zirkus Schumann" und es folgte der Umbau durch die "die National-Theater AG" zu einem Revue- und Lustspieltheater als "Großes Schauspielhaus" für Max Reinhardt (auch ein Straßenname)

1934 wurde erneut umgebaut zum Operettentheater mit Führerloge als "Theater des Volkes" und "Palast der 5000"
1945 wurden die Kriegsschäden vorläufig beseitigt und als "Palast-Varieté", auch "Palast der 3000", ein Varieté geführt.
1947 wurde das Haus enteignet, vom Magistrat von Groß-Berlin als "Friedrichstadt-Palast" übernommen und als Revuetheater und für politische Veranstaltungen genutzt. (u.a. Gründung der FDJ)
Auf der "Kleinen Bühne" im Hause wurde später die "Kleine Melodie" als Jazz-Klub veranstaltet.
1980 wurde das Haus als Spielstätte geschlossen, aber zunächst noch als "Probebühne" genutzt. Nach Eröffnung des "Neuen Friedrichstadtpalast" 1985 wurde der "Alte" abgerissen.

Ergänzung zum "Neuen Friedrichstadtpalast":
Der "Neue Friedrichstadtpalast" befindet sich an der Friedrichstraße, ganz in der Nähe des "Alten".
Auf dem Gelände befand sich einst eine die Kaserne. Zuerst des "2. Garderegiments zu Fuß", dann als Finanzamt.
Nach der Zerstörung befand sich dort ab 1949 das feste Quartier des Zirkus "Berolina" (vormals "Zirkus Barlay").

Berühmt wurde er ab Oktober 1969 in der ganzen DDR durch sein sinniges Transparent

"20 Jahre DDR - 20 Jahre sozialistischer Zirkus"