+ Antworten
Seite 1498 von 1506 ErsteErste ... 49899813981448148814961497149814991500 ... LetzteLetzte
Ergebnis 14.971 bis 14.980 von 15051
  1. #14971
    Premiumuser + Avatar von Eisbär

    Registriert
    01.08.2015
    Zuletzt online
    Gestern um 18:30
    Beiträge
    1.738
    Themen
    5

    Erhalten
    1.297 Tops
    Vergeben
    339 Tops
    Erwähnungen
    145 Post(s)
    Zitate
    2313 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Woppadaq Beitrag anzeigen
    Du vergisst dabei nur etwas: dass Monopole gerade dadurch entstehen, dass man Produktionsmittel beliebig vermehren kann. Der Monopolist kauft diese Produktionsmittel solange auf, bis er es sich leisten kann, die anderen durch Preisdruck zur Aufgabe oder zum Billigverkauf an ihn zu zwingen. Das hat Jakob Fugger im Mittelalter so gemacht, Rockefeller und Bill Gates haben es später in weit grösseren Dimensionen getan.

    Wenn du glaubst, ein Boden-Monopolist könne nicht genauso den Wert von gegnerischen Grund und Boden drücken, dann hast du eine sehr naive Vorstellung von den Möglichkeiten des Kapitalismus.
    Das geht aber nur, wenn sich die Konkurrenz keine, oder nicht genügend Produktionsmittel leisten kann, und gezwungen ist ihre Marktanteile an die kapitalen Platzhirsche abzugeben, wie das im Zinsgeldkapitalismus der Normalfall ist.

    Freigeld sorgt aber dafür, das die Konkurrenz immer an ausreichend Geld-Mittel kommt! Dadurch wird praktisch jede Markt-Vermachtung, jedes Voll- & Teilmonopol im Keim erstickt. Sollte es in irgendeiner Sparte tatsächlich noch Knappheit und damit Kapitalgewinn geben, werden sich alle wie die Geier darauf stürzen und mit günstigen Freigeld-Krediten diese Knappheit weg produzieren.

    Fazit: Monopole und die daraus resultierenden Knappheits & Kapitalgewinne sind in Freigeldsystemen nicht haltbar. Kapitalgewinne wären nur noch durch Grundeigentum möglich, darum eben die Bodenreform. Sollte die EZB die Liquiditätskosten auf Bargeld ausweiten und in den Prozentbereich anheben, kannst Du dir sicher sein, das die Bodenreform kommt. Denn Boden wird unter solchen Vorraumsetzungen unverkäuflich, was die Politik trotz aller Seilschaften und Lobbyisten zum Handeln zwingt.

    Etwas, das schwindet, erhöht den Lohn des Arbeiters? Kommt dir das nicht selber komisch vor?
    Lohnerhöhungen schmälern entweder Kapitalgewinne oder andere Löhne. Wenn das allgemeine Lohnniveau bei geringem Wachstum oder gar Nullwachstum steigt, bleibt den Kapitalgewinnen nichts anderes übrig als zu schwinden.

    Das seh ich aus mehreren Gründen anders.

    Zunächst einmal gibt es noch genügend Grund und Boden in Staats- oder Landesbesitz, der noch verteilt werden kann. Jedes mitten im Wald gebaute Windrad zeugt davon.

    Zweitens lässt sich der Besitz von Grund und Boden genauso vermehren wie der Besitz von Patenten oder meinetwegen Fussballspielern. Für das Erreichen einer bestimmten Produktivität MUSS es sogar eine Vermehrung des Bodens geben - und dem Produzenten obliegt dabei keinerlei Zwang bezüglich der Location, er kann sich aussuchen, wo die besten Konditionen für seine Werkserweiterung liegen.
    Deutschland hat eine Fläche von 357.386*km². Europa hat 10.180.000*km². Jetzt vermehre das mal um 1 Quadratmeter.

    Also für mich ist das Verbot des Vererbens dasselbe wie eine Enteignung. Was ich sachlich besitze, muss ich auch vererben können, sonst besitze ich es nicht.
    Für mich nicht. Gepachteter Boden, den ich 40 Jahre lang privat nutzen darf, befindet sich in dieser Zeit in meinem Besitz.

    Weil dieser eine Satz allein eine vollkommene Verabschiedung von jeglicher Logik darstellt.
    Aha. Und was ist der Kommunismus anderes als ein kolossales Wirtschaftsmonopol, mit dem die Bevölkerung von Parteifunktionären samt Anhang hemmungslos ausgebeutet wird?

    Ob ich von kommunistischen oder kapitalistischen Monopolinhabern ausgebeutet werde, fühlt sich doch genauso an.

    1 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.
    Wer die Zusammenhänge, Probleme und Lösungen unserer momentanen Wirtschaftsordnung verstehen möchte, sollte dieses Buch lesen:

    http://humanwirtschaftspartei.de/wp-...frage-nd-2.pdf

    "Der Rückgang des Zinsfußes ist ja bedauerlich vom Standpunkt der schon beschriebenen Seiten meines Sparkassenbuches, aber umso erfreulicher ist er vom Standpunkt der unbeschriebenen. Und diese sind bei weitem in der Mehrzahl." (Silvio Gesell)

  2. #14972
    Premiumuser Avatar von Woppadaq

    Registriert
    07.04.2018
    Zuletzt online
    Heute um 12:11
    Beiträge
    4.336
    Themen
    9

    Erhalten
    897 Tops
    Vergeben
    144 Tops
    Erwähnungen
    30 Post(s)
    Zitate
    4377 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Eisbär Beitrag anzeigen
    Das geht aber nur, wenn sich die Konkurrenz keine, oder nicht genügend Produktionsmittel leisten kann, und gezwungen ist ihre Marktanteile an die kapitalen Platzhirsche abzugeben, wie das im Zinsgeldkapitalismus der Normalfall ist.
    Mit "Nicht können" hat das oft nichts zu tun, eher mit "nicht wollen". Nicht jede Firma will expandieren, viele verkaufen auch, um sich zur Ruhe zu setzen oder Geld für andere Projekte reinzuholen, ohne sich Geld von der Bank leihen zu müssen etc. Man braucht schon den Willen zur Expansion der eigenen Firma, um andere Firmen aufzukaufen und überhaupt Monopolbestrebungen zu haben.

    Und selbst dann ist noch längst nicht gesagt, dass die Masse an hergestellten Produkten überhaupt ihre Käufer findet. Das ist der Punkt, den du komplett auslässt, weil er deinem Feindbild vom bösen Zinskapitalisten zuwider läuft.

    Ein Songschreiber z.B. muss irgendwann gar nichts mehr herstellen, weil er komplett von den Rechten an seinen Songs lebt - mit denen andere was machen. Wenn eine Firma jetzt seine Rechte aufkauft, verfügt sie auch über eine endliche Quelle, die ohne eigenes Zutun ihnen Mehrwert verschafft. komisch, dass du die nicht enteignen willst.

    Freigeld sorgt aber dafür, das die Konkurrenz immer an ausreichend Geld-Mittel kommt!
    Welche Konkurrenz? Von wem?

    Dadurch wird praktisch jede Markt-Vermachtung, jedes Voll- & Teilmonopol im Keim erstickt. Sollte es in irgendeiner Sparte tatsächlich noch Knappheit und damit Kapitalgewinn geben, werden sich alle wie die Geier darauf stürzen und mit günstigen Freigeld-Krediten diese Knappheit weg produzieren.
    Dir ist schon klar, dass GENAU SO die 2008er Finanzkrise entstanden ist?

    Was Anti-Zins-Fanatiker wie du nicht verstehen ist, dass erstens Nachfrage NICHT nur durch Knappheit entsteht, zweitens Kreditausfälle so gut wie nie was mit Zinsen zu tun haben, sondern fast immer mit veränderter Einkommenssituation, und drittens die Gesamtheit des Geldes eine endliche Menge sein MUSS, damit das Geld nicht komplett entwertet wird.

    Dein freigeldlicher Zwang zur Investition wird im besten Falle dafür sorgen, dass alles so bleibt, wie es ist, nur dass es für den Kleinsparer komplizierter wird. Der Grosskapitalist wird hingegen Dutzende Firmen aufmachen, deren einziger Sinn darin besteht, sein Vermögen durch Scheingeschäfte zu halten. Schon heute rechnet er auf diese Weise seine Steuern klein.

    Sollte die EZB die Liquiditätskosten auf Bargeld ausweiten und in den Prozentbereich anheben, kannst Du dir sicher sein, das die Bodenreform kommt. Denn Boden wird unter solchen Vorraumsetzungen unverkäuflich, was die Politik trotz aller Seilschaften und Lobbyisten zum Handeln zwingt.
    Eine SEHR gewagte These. Warum sollte Boden, den man besitzt, unverkäuflich werden?

    Lohnerhöhungen schmälern entweder Kapitalgewinne oder andere Löhne. Wenn das allgemeine Lohnniveau bei geringem Wachstum oder gar Nullwachstum steigt, bleibt den Kapitalgewinnen nichts anderes übrig als zu schwinden.
    Gut, so macht das schon mehr Sinn.

    Deutschland hat eine Fläche von 357.386*km². Europa hat 10.180.000*km². Jetzt vermehre das mal um 1 Quadratmeter.
    Muss ich doch gar nicht. Reicht doch, wenn ich bestehenden Grund und Boden umwandle.

    Für mich nicht. Gepachteter Boden, den ich 40 Jahre lang privat nutzen darf, befindet sich in dieser Zeit in meinem Besitz.
    Nein, tut es nicht. Auch eine Wohnung, die ich miete, gehört mir nicht. Der rechtliche Zwang, meine gekaufte Wohnung zur Mietwohnung zu machen, ist für mich Enteignung.

    Aha. Und was ist der Kommunismus anderes als ein kolossales Wirtschaftsmonopol, mit dem die Bevölkerung von Parteifunktionären samt Anhang hemmungslos ausgebeutet wird?
    Vielleicht das genaue Gegenteil?

    Kann man natürlich nicht verstehen, wenn man bei Kommunismus an das heutige China oder Nordkorea denkt. Die Roten Khmer würde es wahrscheinlich heute noch geben, hätten sie ihre Leute tatsächlich ausgebeutet.

    Ob ich von kommunistischen oder kapitalistischen Monopolinhabern ausgebeutet werde, fühlt sich doch genauso an.
    Bist du je von kommunistischen Machthabern ausgebeutet worden? Ich schon.

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

  3. #14973
    Avatar von sportsgeist

    Registriert
    12.08.2015
    Zuletzt online
    Heute um 17:13
    Beiträge
    29.863
    Themen
    12

    Erhalten
    3.773 Tops
    Vergeben
    822 Tops
    Erwähnungen
    296 Post(s)
    Zitate
    26298 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Woppadaq Beitrag anzeigen
    Dass 30 % Rendite für erfolgreiche Nicht-DAX-Firmen normal sind, hat mir mal ein Unternehmensberater so gesagt.
    wie gesagt, diese Aussage in unglaubwürdig.
    außerdem ist nicht klar definiert, von welcher Rendite dort gesprochen wird

    wenn wir EBIT/Gesamtleistung nehmen, kommen garantiert keine 30% Renditen zusammen, höchstens in einigen Ausnahmen
    ... in der Regel wird sich das weit unterhalb 15%, wenn nicht unterhalb 10% bewegen

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

  4. #14974
    Avatar von sportsgeist

    Registriert
    12.08.2015
    Zuletzt online
    Heute um 17:13
    Beiträge
    29.863
    Themen
    12

    Erhalten
    3.773 Tops
    Vergeben
    822 Tops
    Erwähnungen
    296 Post(s)
    Zitate
    26298 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Alter Stubentiger Beitrag anzeigen
    Das halte ich für ein Gerücht 30% Marge sind für kaum ein Unternehmen machbar. In meiner Branche gelten 10% als Spitzenwert. In vielen anderen Bereichen ist der Reingewinn eher noch niedriger.
    das würde ich auch gerne mal wissen ...
    ... ich kenne lediglich Unternehmen, wo der EBIT bei vielleicht max. 10% vom Umsatz (oder der Gesamtleistung) liegt

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

  5. #14975


    Registriert
    03.02.2017
    Zuletzt online
    Heute um 02:56
    Beiträge
    5.174
    Themen
    166

    Erhalten
    2.340 Tops
    Vergeben
    2.250 Tops
    Erwähnungen
    70 Post(s)
    Zitate
    3995 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    Dem, ist aber nicht so!
    Grund und Boden sind nicht beliebig vermehrbar, das sollte selbst nem Dummkopf einleuchten.
    Das einzigartige Seegrundstück mit der Badebucht ist konkurrenzlos, da gehen die Marktgesetze dran vorbei.
    Grund und Boden ist gewissermaßen ein Monopol das nicht zu zerschlagen ist und solche Monopole gehören in die Hände des Staates.



    Weil ich Dich mag, nur mal so einige Gedanken.Ich streiche sie mal Grün an.

    "Grund und Boden sind nicht beliebig vermehrbar, das sollte selbst nem Dummkopf einleuchten."


    Das wissen die Bienen, die Eisbären...Die wollen nur leben. Seit Millionen Jahren.
    Von Geld und Arten davon haben die keine Ahnung.

    "Das einzigartige Seegrundstück mit der Badebucht ist konkurrenzlos, da gehen die Marktgesetze dran vorbei."

    Besonders die Fliegen, die von Gesell net viel verstehen, aber dafür Millionen Jahre schon da leben...


    "Grund und Boden ist gewissermaßen ein Monopol das nicht zu zerschlagen ist und solche Monopole gehören in die Hände des Staates"


    Zum Denken lass i Dir auch noch was über.


    Reicht das als Diskussionsvorlage, um mal wieder neu nachzudenken?


    LG
    Debitist

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.
    "Alle Staaten werden für alle Staaten, alle Notenbanken für alle Notenbanken haften, einschließlich Währungsfonds und Weltbank und vielen anderen internationalen Institutionen. Und alle Staaten werden für alle Banken geradestehen, aber auch alle Notenbanken für alle Staaten und alle Staaten für alle Notenbanken. Alle, alle, alle werden für alle, alle, alle dasein. Und alle wissen, dass keinem von allen etwas passieren darf, weil dann allen etwas zustößt.”

    Paul C.Martin, 1987

  6. #14976
    Avatar von golomjanka
    Restrisikoanalyst
     


    Registriert
    28.04.2015
    Zuletzt online
    Gestern um 21:04
    Beiträge
    26.155
    Themen
    204

    Erhalten
    10.128 Tops
    Vergeben
    14.975 Tops
    Erwähnungen
    428 Post(s)
    Zitate
    18126 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    Dem, ist aber nicht so!
    Grund und Boden sind nicht beliebig vermehrbar, das sollte selbst nem Dummkopf einleuchten.
    Das einzigartige Seegrundstück mit der Badebucht ist konkurrenzlos, da gehen die Marktgesetze dran vorbei.
    Grund und Boden ist gewissermaßen ein Monopol das nicht zu zerschlagen ist und solche Monopole gehören in die Hände des Staates.
    Nichts Relevantes an Eigentum ist beliebig vermehrbar. Eine endliche Welt hat in allem endliche Ressourcen. Die Ressource Boden vermehrt sich auch nicht, wenn statt eines Privateigentümers der Staat oder die Gesellschaft Eigentümer ist. Es ist also erst einmal vollkommen egal, in wessen Hand das "einzigartige Seegrundstück" ist, es sei denn, es wird zur Ausbeutung anderer eingesetzt. Gegen sowas empfiehlt sich gesellschaftliches Eigentum, denn die Gesellschaft kann die Kriterien der Nutznießung solcher Grundstücke festlegen. Zum Beispiel, dass es Kinderheime beherbergt. Sie kann diese Grundstücke auch an verdiente Persönlichkeiten überlassen, an Künstler, an Höchstleister, an Top-Wissenschaftler.
    Staatseigentum ist allerdings problematisch. Dann werden diese Grundstücke de facto Privat-Jagdreviere des Politbüros.

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

  7. #14977
    Avatar von golomjanka
    Restrisikoanalyst
     


    Registriert
    28.04.2015
    Zuletzt online
    Gestern um 21:04
    Beiträge
    26.155
    Themen
    204

    Erhalten
    10.128 Tops
    Vergeben
    14.975 Tops
    Erwähnungen
    428 Post(s)
    Zitate
    18126 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Eisbär Beitrag anzeigen
    ... das Kapitalertrag von Produktionsmitteln und Sachwerten durch simple Vermehrung gegen Null gefahren werden kann. ...
    PM & Sachwerte haben keinen "Kapitalertrag". Arbeit schafft ausschließlich Wert (abschöpfbaren Mehrwert). Wir hatten schon im Thread mehrfach darauf hingewiesen, dass auch Zins/ Mietzins als solcher zu betrachten ist.
    Noch schlimmer ist aber die immer wieder wiederholte Idee der Schaffung von PM für jederman Interessierter. Nein, man kann nicht jedem seine Autofabrik, seinen Fuhrpark, seinen Atommeiler, seine Tischlerei produzieren. Das scheitert schon an den Ressourcen der Welt.
    Und wer soll denn die angeblich "simple Vermehrung dieser PM" erarbeiten/bezahlen?

    Die Freiwirtschaftsspinner plädieren hier für die Schaffung völlig unnötiger Kapazitäten von PM für jederman ohne auch nur ansatzweise die Problematik der Verschwendung zu beachten, sofern es ressourcenmäßig überhaupt noch möglich wäre.

    Zitat Zitat von Eisbär Beitrag anzeigen
    Produktionsmittel sind beliebig vermehrbar, so das sie keine Monopole & Marktvermachtungen mehr bilden können.
    Nein, wie eben gesagt ist die "beliebige Vermehrung gesellschaftlich relevanter Produktionsmittel" eine Illusion weltfremder Gestalten. Außerdem löst man Monopolzustände durch Veränderung der Eigentumsverhältnisse, und nicht durch Hinzufügung von Konkurrenten.

    Zitat Zitat von Eisbär Beitrag anzeigen
    Schwindende Kapitalerträge erhöhen wiederum den Arbeitsertrag der Produktivkräfte, also die Lohnabrechnung der Malocher.
    Wenn nach der Idealvorstellung der Freiwirtschaftssekte PM für jederman bereitsgestellt wären, dann gibt es überhaupt keine Lohnarbeiter mehr. Der Zwang, seine Arbeitskraft wegen fehlendem PM-Eigentums zu verkaufen, fällt weg.
    Klingt erst mal gut, weil die kapitalistische PW damit zu Ende scheint. Wie aber soll man sich die Produktion dann vorstellen? 100.000 private Eigentümer ihrer eigenen Autofabrik warten vorm Fabriktor auf Arbeiter und niemand kommt ...
    Oder - tatkräftig, wie sie sind - basteln dann allein in ihren Hallen herum.
    Das sind die Konsequenzen der "Ideen" der Freiwirtschaft.


    Zitat Zitat von Eisbär Beitrag anzeigen
    Boden ist im Gegensatz dazu endlich
    Nein, Boden ist genauso endlich, wie alle wirtschaftsrelevanten Ressourcen.


    Zitat Zitat von Eisbär Beitrag anzeigen
    Du vergisst, das die Gesellschaft den Staat bildet.
    Das ist falsch. Staat ist das Machtmittel der ökonomisch herrschenden Klasse(n). Die Gleichsetzung von Staat und Gesellschaft ist ideologisches Kalkül zur Durchsetzung der Klasseninteressen. Deshalb wird dieser Blödsinn an Schulen kapitalistischer Staaten verklickert.

    1 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

  8. #14978
    Avatar von golomjanka
    Restrisikoanalyst
     


    Registriert
    28.04.2015
    Zuletzt online
    Gestern um 21:04
    Beiträge
    26.155
    Themen
    204

    Erhalten
    10.128 Tops
    Vergeben
    14.975 Tops
    Erwähnungen
    428 Post(s)
    Zitate
    18126 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Eisbär Beitrag anzeigen
    Mit den Einnahmen könnte man Müttern z.B. ein Grundeinkommen finanzieren, um sie unabhängiger zu machen.
    Der letzte Teil klingt wie ein soziales Pamphlet des 19. Jahrhunderts. Als Frauen noch nicht wählen konnten und dem Manne tatsächlich wie leibeigen in bestimmten Rechten. Schau mal auf den Kalender, Eisbär - Du hinkst 200 Jahre zurück.
    Für die ökonomische Diskussion ist aber die Illusion der "Einnahmen" aus gesellschaftlichem Boden-Eigentum wichtiger. Woher sollen denn die Einnahmen kommen? Sollen doch irgendwelche Wirtschaftssubjekte um die Früchte ihrer Arbeit betrogen, sprich "wehrwertabgeschöpft" werden?

    Gesellschaftliches Eigentum an Grund & Boden, welches zudem noch nach gesellschaftsrelevanten, sozial unanstößigen Kriterien genutzt wird, realisiert keine Einnahmen! Es realisiert nur Kosten, die von der Gesellschaft getragen werden müssen.

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

  9. #14979
    Avatar von golomjanka
    Restrisikoanalyst
     


    Registriert
    28.04.2015
    Zuletzt online
    Gestern um 21:04
    Beiträge
    26.155
    Themen
    204

    Erhalten
    10.128 Tops
    Vergeben
    14.975 Tops
    Erwähnungen
    428 Post(s)
    Zitate
    18126 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Eisbär Beitrag anzeigen
    Das geht aber nur, wenn sich die Konkurrenz keine, oder nicht genügend Produktionsmittel leisten kann, und gezwungen ist ihre Marktanteile an die kapitalen Platzhirsche abzugeben
    So quatschen die Verlierer unter den Kapitalisten. Elendige, lausige Versager! Sie wollen von ihrem Versagertum ablenken und die Schuld dem besseren Konkurrenten zuschieben.
    Wer nicht verlieren kann, soll das Spiel nicht mitspielen.

    Zitat Zitat von Eisbär Beitrag anzeigen
    Freigeld sorgt aber dafür, das die Konkurrenz immer an ausreichend Geld-Mittel kommt!
    Die Krönung der Spinnerei - die Propheterie unbegrenzter Kapitalmittel für jederman unter Missachtung gewöhnlicher Vergabekriterien.

    Zitat Zitat von Eisbär Beitrag anzeigen
    Sollte es in irgendeiner Sparte tatsächlich noch Knappheit und damit Kapitalgewinn geben
    Profit entsteht nicht aus "Knappheit" sondern über Aneignung eines Mehrprodukts. Entfällt die Profit-Erwartung, wird der Produktionsprozess gar nicht angestoßen vom Kapitalisten.


    Zitat Zitat von Eisbär Beitrag anzeigen
    Kapitalgewinne wären nur noch durch Grundeigentum möglich
    Aus bloßem Eigentum resultiert kein Gewinn.

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

  10. #14980
    Freiwirtschaftler Psw-Legende Avatar von Pommes

    Registriert
    22.06.2009
    Zuletzt online
    Heute um 14:38
    Beiträge
    33.572
    Themen
    4

    Erhalten
    12.325 Tops
    Vergeben
    7.472 Tops
    Erwähnungen
    621 Post(s)
    Zitate
    30500 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Debitist Beitrag anzeigen
    Weil ich Dich mag, nur mal so einige Gedanken.Ich streiche sie mal Grün an.

    "Grund und Boden sind nicht beliebig vermehrbar, das sollte selbst nem Dummkopf einleuchten."


    Das wissen die Bienen, die Eisbären...Die wollen nur leben. Seit Millionen Jahren.
    Von Geld und Arten davon haben die keine Ahnung.

    "Das einzigartige Seegrundstück mit der Badebucht ist konkurrenzlos, da gehen die Marktgesetze dran vorbei."

    Besonders die Fliegen, die von Gesell net viel verstehen, aber dafür Millionen Jahre schon da leben...


    "Grund und Boden ist gewissermaßen ein Monopol das nicht zu zerschlagen ist und solche Monopole gehören in die Hände des Staates"


    Zum Denken lass i Dir auch noch was über.


    Reicht das als Diskussionsvorlage, um mal wieder neu nachzudenken?


    LG
    Debitist
    Ne es wäre besser du bringst deine Kritik auf den Punkt und das möglichst präzise.

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.
    Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen. Silvio Gesell
    Hier geht's zum Freigeld
    https://userpage.fu-berlin.de/~roehr...ll/nwo/nwo.pdf

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 10.07.2018, 17:16
  2. Merkel klaut wirklich der gesamten Opposition nach und nach die Ideen...
    Von Schulz im Forum Staat & Zivilgesellschaft
    Antworten: 52
    Letzter Beitrag: 23.12.2015, 09:53
  3. Impfen pro und contra
    Von zwei2Raben im Forum Gesellschaft
    Antworten: 77
    Letzter Beitrag: 21.03.2015, 22:38
  4. Pro und Contra Betreuungsgeld
    Von aristo im Forum Politische Ökonomie
    Antworten: 178
    Letzter Beitrag: 16.02.2013, 01:38
  5. Pro und Contra zum BGE und zur ePetition
    Von Perestroika im Forum Politische Ökonomie
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 10.02.2009, 12:08

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Links

Nach oben