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  1. #271
    Avatar von Darkano

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    Oh holde,
    welche meine liebe erwiderte,
    sich darin ergab.
    Mein Weib,
    welches ich für alle zeit begehre,
    meine treue deine liebe zeigt.

    So liebe ich dich auf ewig,
    meine Schönheit dieser Welt,
    worin wir besinnlich,
    bis des Todes,
    für immer ewiglich vereint.

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  2. #272
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    Die Lösung

    Nach dem Aufstand des 17. Juni
    Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
    In der Stalinallee Flugblätter verteilen
    Auf denen zu lesen war, daß das Volk
    Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
    Und es nur durch verdoppelte Arbeit
    Zurückerobern könne. Wäre es da
    Nicht doch einfacher, die Regierung
    Löste das Volk auf und
    Wählte ein anderes?


    Bertolt Brecht



    Was die SED in einer Diktatur des Proletariats nicht fertigbrachte, schafft die CDU.
    Sie wählt sich nicht nur ein neues Volk, sie züchtet sich eines.

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  3. #273
    Premiumuser Avatar von Nora

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    Meine Seele hat es eilig – Von Mario de Andrade
    Von Mario de Andrade / Brasilianischer Dichter1. Oktober 2018


    Ich zählte meine Jahre und entdeckte, dass mir weniger Lebenszeit bleibt, als die, die ich bereits durchlebt habe.
    Ich fühle mich wie jenes Kind, das eine Schachtel Bonbons gewann: die ersten aß es mit Vergnügen, doch als es merkte, dass nur noch wenige übrig waren, begann es, sie wirklich zu genießen.
    Ich habe keine Zeit mehr für endlose Konferenzen, in denen Statuten, Regeln, Verfahren und interne Vorschriften besprochen werden, wohl wissend, dass nichts erreicht wird.
    Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.
    Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.
    Ich will nicht in Versammlungen, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.
    Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.
    Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.
    Die Menschen, die keine Inhalte diskutieren, sondern, wenn's hochkommt, die Überschriften.
    Meine Zeit ist zu knapp, um über Überschriften zu diskutieren.
    Ich suche nach dem Wesentlichen, denn meine Seele hat es eilig. Ohne viele Süßigkeiten in der Schachtel.
    Ich möchte mit Menschen leben, mit menschlichen Menschen.
    Die über ihre Irrtümer lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden.
    Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen.
    Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite von Wahrheit und Anstand gehen möchten.
    Das ist es, wofür es sich zu leben lohnt.
    Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die sich darauf verstehen, das Herz der Menschen zu berühren.
    Menschen, die die harten Schläge des Lebens lehrten, in sanften Berührungen der Seele zu wachsen.
    Ja ... ich habe es eilig ... in der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
    Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden.
    Ich bin mir sicher, dass sie noch köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.
    Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.
    Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.

    Mario de Andrade (San Paolo 1893 – 1945) Brasilianischer Dichter, Schriftsteller, Essayist und Musikwissenschaftler
    https://www.epochtimes.de/feuilleton...-a2661708.html

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    „Wer die Wahrheit sucht, darf nicht erschrecken, wenn er sie findet.”

    Chinesisches Sprichwort

  4. #274
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    Kophtisches Lied

    Lasset Gelehrte sich zanken und streiten,
    Streng und bedächtig die Lehrer auch sein!
    Alle die Weisesten aller der Zeiten
    Lächeln und winken und stimmen mit ein:
    »Töricht, auf Beßrung der Toren zu harren!
    Kinder der Klugheit, o habet die Narren
    Eben zum Narren auch, wie sich's gehört!«

    Merlin der Alte, im leuchtenden Grabe,
    Wo ich als Jüngling gesprochen ihn habe,
    Hat mich mit ähnlicher Antwort belehrt:
    »Töricht, auf Beßrung der Toren zu harren!
    Kinder der Klugheit, o habet die Narren
    Eben zum Narren auch, wie sich's gehört!«

    Und auf den Höhen der indischen Lüfte
    Und in den Tiefen ägyptischer Grüfte
    Hab ich das heilige Wort nur gehört:
    »Töricht, auf Beßrung der Toren zu harren!
    Kinder der Klugheit, o habet die Narren
    Eben zum Narren auch, wie sich's gehört!
    «


    Goethe

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  5. #275
    aus ekelhaftem Proll-Mett Avatar von TanzendeFleischwurst
    Lecker!
     


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    Ich trinke meine Milch aus dem Glas,
    das wars!
    ( Mein Vater 1990 Bettgeschichte )

    Entstand aus dem Gedanken heraus, das ich meinen Vater zwingen wollte mir eine Gute Nacht Geschichte zu erzählen...
    Daraufhin musste ich meine "Niederlage" eingestehen und habe mich wortlos schlafen gelegt.

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    Geändert von TanzendeFleischwurst (25.01.2019 um 03:51 Uhr)
    Bock auf Video?

    1. Von wegen, man kann die Grenzen nicht schließen!
    https://www.liveleak.com/view?t=9dmiH_1533324477

    2. Das passiert, wenn man "Fachkräfte" ( die nicht lesen können ) auf der "richtigen" Stelle beschäftigt!
    https://www.liveleak.com/view?t=95zol_1545927787

    3. Arbeitsplätze für FACHARBEITER, damit man nach getaner Arbeit "eine Runde" zusammen abhängen kann !
    https://www.liveleak.com/view?i=21c_1508950282

  6. #276
    Avatar von Darkano

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    Mächtig ist der Mensch,
    über allem erhaben.

    So scheint die Sinnlosigkeit derer,
    daran zu laben.
    Stetig nimmt man es auf,
    all das was Menschen letztlich schadet.

    Gefangen im Wandel der Zeit,
    weil alle Zeit sich stetig wandelt,
    so lebte man.
    Der Gedanken beraubt,
    dem Sinn genommen,
    bereist man seine geistige Umnachtung.

    Ihr nennt euch Rein,
    gar das Gesetz,
    doch gibt es nichts das Rein wäre.
    Kein Gesetz das handelt wie es sollte.

    Gefangen in einer Welt ohne Sinn,
    wird es neuerlich die ergreifen,
    welche davon niemals etwas wußten.

    Weil ihre Arroganz,
    aller Einsicht versperrte,
    doch frohlockt und geht dahin.
    Ihr gerechten,
    gleichgültigen,
    Hetzer,
    Richter und Tadler.

    Fallen wird man,
    weil der Mensch,
    schon immer über allem erhaben war.

    Keine Worte,
    könnten das nichts beschreiben,
    doch scheint das nichts,
    in allen Worten zu existieren.
    So ist der Mensch wohl das nichts,
    was sich allenfalls als Herrscher aufspielte.

    2019 ihr Führer der Welt,
    daß seid ihr,
    ohne macht und doch mit den mächtigen.

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  7. #277
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    Tötet, tötet, tötet

    Zähle nicht die Tage, zähle nicht die Meilen
    Zähle nur die Deutschen, die du getötet hast.
    Töte den Deutschen - dies bittet dich deine alte Mutter.
    Töte den Deutschen - dies flehen dich deine Kinder an zu tun.
    Töte den Deutschen - so lautet der Schrei deiner russischen Erde.
    Zaudere nicht.
    Halte nicht inne.
    Töte.


    Ilja Ehrenburg

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