Tagesdosis 19.11.2019 – Pachamama, Morales und Mossadegh

Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.
Louis Fernando Camacho, Putschist, Multimillionär und Sproß einer Familie, die ihr Vermögen durch überteuertes Erdgas gemacht hat, stürmte am 10 November zusammen mit einem Priester und einem weiteren Gefolgsmann in den verwüsteten Präsidentenpalast in Bolivien.

Präsident Evo Morales war wenige Stunden zuvor angesichts eines Mordkomplotts gegen ihn ins Exil nach Mexiko geflohen. Camacho kam in den Präsidentenpalast, um ein Gelübde zu erfüllen. Er hatte eine bolivianische Fahne und eine Bibel dabei. In einem theatralischen Akt kniete er nieder, legte die Bibel auf die Fahne und betete. Er hatte angekündigt Bolivien von der Religion der indianischen Ureinwohner zu reinigen. Seine Aktion und seine Worte waren eine Machtdemonstration.

Er sagte: „Pachamama wird niemals in diesen Palast zurückkehren. Bolivien gehört Christus“.

Es ging darum, den Herrschaftsanspruch der alten Elite über die indigene Bevölkerung zu demonstrieren.
Pachamama, Mutter Erde, ist die zentrale Gottheit der bolivianischen Indianer.
Evo Morales war der erste Präsident, der ihrer Volksgruppe angehört. Sie ist die Mehrheit.

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